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Olympia 2018 Eklat: Joseph Blatter gegen Bayern-Chef Uli Hoeneß

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Olympia-Zoff: Ude nimmt Hoeneß in Schutz

24.01.2012, 15:25 Uhr | dpa

Olympia 2018 Eklat: Joseph Blatter gegen Bayern-Chef Uli Hoeneß. Joseph Blatter kritisiert Uli Hoeneß. (Quelle: imago)

Joseph Blatter kritisiert Uli Hoeneß. (Quelle: imago)

Der Streit um die Vergabe der olympischen Winterspiele 2018 eskaliert. Nachdem FIFA-Präsident Joseph Blatter Bayern-Chef Uli Hoeneß eine Mitschuld an der Niederlage Münchens gegeben hat, ergreift jetzt der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude Partei für den Bayern-Präsidenten. "Ich halte es für vollkommen absurd, Uli Hoeneß irgendeinen Schwarzen Peter zuschieben zu wollen. Er hat sich engagiert für die Bewerbung eingebracht. Er hat sogar die Evaluierungskommission durchs Olympiastadion geführt", sagte Ude der "tz".

Für Ude liegt der Grund für den Zoff zwischen Blatter und Hoeneß auch im zwischenmenschlichen Bereich. "Da tobt sich wohl eine Männerfreundschaft aus", sagte der Oberbürgermeister weiter.

Blatter: Hoeneß und Co. haben "gelästert"

Blatter hatte in einem Interview mit dem "kicker" Hoeneß Verhalten im Zusammenhang mit der Vergabe der WM 2010 an Südafrika kritisiert. "Hoeneß & Co." hätten vor der WM 2010 in Südafrika "derart gelästert, dass es kaum mehr zu steigern war", sagte Blatter. "Ohne die zwölf afrikanischen Stimmen kriegt man keine Olympischen Spiele", sagte der Präsident des Fußball-Weltverbandes.

Der 75 Jahre alte Schweizer behauptet, dass der afrikanische Verbandschef Issa Hayatou vor der Olympia-Vergabe in Durban am 6. Juli 2011 zu Franz Beckenbauer gesagt habe: "Du kannst auf keine einzige afrikanische Stimme zählen für die Olympischen Spiele in München. Die Art und Weise, wie ihr versucht hattet, die afrikanische WM kaputt zu machen, haben wir nicht vergessen."

Hoeneß kritisiert Blatter

Bayern Münchens Vereinspräsident Hoeneß hatte sich in jüngster Zeit immer wieder als scharfer Kritiker von FIFA und Blatter hervorgetan. Zuletzt forderte er im Zusammenhang mit den Affären und Korruptionsvorwürfen beim Fußball-Weltverband den vorzeitigen Rücktritt des seit 1998 amtierenden Schweizers. "Die letzten Vorkommnisse sind für mich endgültig der Beleg dafür, dass Blatter nicht noch mal Zeit kriegen darf bis zum Ende seiner Amtszeit", hatte Hoeneß der "Süddeutschen Zeitung" gesagt.


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