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Olympiasieger Harting wettert gegen Thomas Bach

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Harting wettert gegen DOSB-Chef

04.01.2013, 13:48 Uhr | sid

Olympiasieger Harting wettert gegen Thomas Bach. Klare Meinung: Robert Harting äußert sich über den DOSB-Chef. (Quelle: imago/Camera 4)

Klare Meinung: Robert Harting äußert sich über den DOSB-Chef. (Quelle: imago/Camera 4)

Bei einer möglichen Kandidatur für das Präsidentenamt im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) fehlt Thomas Bach nach Meinung von Diskus-Olympiasieger Robert Harting die Unterstützung der Athleten. "Den Rückhalt der Sportler hat Herr Bach jedenfalls nicht. Aber das wird ihm auch egal sein. Er ist nur für die Verbände da", sagte der Berliner.

Thomas Bach hat bisher nur bestätigt, dass er über eine Kandidatur nachdenkt. Erklären muss sich der IOC-Vize bis 10. Juni. Drei Monate später wird bei der 125. IOC-Session in Buenos Aires der Nachfolger für den scheidenden IOC-Chef Jacques Rogge gewählt. Stimmberechtigt sind dabei allein die rund 110 IOC-Mitglieder.

Kontakt sei "verschwendete Energie"

Harting kritisierte an Bach in einem Interview, dass der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sich nicht an ihn gewendet habe. Ein Kontakt zu Bach sei auch "verschwendete Energie." Bach macht für den nicht vorhandenen Kontakt zu Harting allerdings den Diskus-Star verantwortlich.

Der DOSB-Chef hatte zum Jahreswechsel erklärt: "Ich habe ihm am 26. Oktober eine E-Mail mit der Anlage einer Rede geschickt, in der die Förderpolitik dargestellt ist und ihn um Fragen und Anregungen gebeten. Leider hat er bis heute noch nicht die Zeit gefunden, darauf zu antworten. Ich hoffe, dass dies noch erfolgt."

Hilfe für blinde Schwimmerin

Ungeachtet dessen sucht Harting mit Hilfe eines finanzstarken Unternehmers über das System der Sporthilfe hinaus den eigenen Weg für ein neues Fördermodell. Der Olympiasieger hat den Eindruck, dass seine Initiative bei den Athleten auf Zustimmung stößt: "Es gibt viele Sportler, die das toll finden. Der größte Aha-Effekt wird jedoch eintreten, wenn ich das Konzept in den Einzelheiten vorstellen werde: Mitte des Jahres."

Der Leichtathlet selbst zeigte unterdessen Herz und als edler Helfer. Harting will seine komplette Olympia-Ausrüstung im Wert von 12.000 Euro zu Gunsten der blinden Schwimmerin Daniela Schulte versteigern. Die Paralympics-Siegerin, die bei der Wahl der Berliner Sportler des Jahres wie der Diskus-Star siegte, hatte dem 28-Jährigen erzählt, wie schwer es für sie ist, ihren Sport zu finanzieren.

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