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Olympia 2022: DOSB schickt München ins Rennen

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Zweiter Anlauf  

München kandidiert für Olympia 2022

30.09.2013, 18:02 Uhr | dpa

Olympia 2022: DOSB schickt München ins Rennen. München ist deutscher Kandidat für die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022. (Quelle: dpa)

München ist deutscher Kandidat für die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022. (Quelle: dpa)

Im zweiten Anlauf möchte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die Winterspiele endlich nach München holen. Die Mitgliedsverbände stellten nach intensiven Beratungen im Anschluss an die Präsentation des modifizierten Konzeptes die Ampel für eine Bewerbung um die Winterspiele 2022 mit einem einstimmigen Votum auf grün. Einzig der Deutsche Alpenverein enthielt sich der Stimme.

Bei der Wahl für die Spiele 2018 hatte München gegen den südkoreanischen Bewerber Pyeongchang verloren. Die bayerische Landeshauptstadt hatte im Juli 2011 nur 25 der 95 abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen können.

"Wir alle haben den Traum, Olympia nach Deutschland zu holen", sagte DOSB-Interimspräsident Hans-Peter Krämer. Eine im deutschen Sport auch immer wieder diskutierte Kandidatur mit Berlin oder Hamburg um die Sommerspiele ist damit vorerst vom Tisch.

Zustimmung auch von den Landessportbünden

"Es ist wahr - wir treten wieder an", verkündete Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) in der Münchner Olympiahalle kämpferisch. Zweifel an dem "Ja" zu München hatte es schon vor der Abstimmung nicht mehr gegeben, so eindeutig waren die Redebeiträge.

"Lasst uns gemeinsam den Weg nach München gehen. Wir sollten die Chance ergreifen", erklärte Turn-Präsident Rainer Brechtken. Auch alle 16 Landessportbünde stimmten einträchtig pro München. Der Deutsche Alpenverein enthielt sich der Stimme, weil er erst auf seiner Hauptversammlung am 8. November über seine Olympia-Unterstützung beraten will.

Nächste Hürde: Bürgerentscheide

Ude sieht mit einem "besseren Konzept" als bei der Niederlage gegen Pyeongchang "größere Chancen" im zweiten Anlauf. "Perfekter geht es nicht", schwärmte Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch im Rahmen der von der vielfachen Paralympics-Siegerin Verena Bentele moderierten Präsentation des Bewerbungskonzepts, das auch im Saal mit Beifall bedacht wurde.

Das Votum der deutschen Sportorganisationen soll München mit seinen Partnern Garmisch-Partenkirchen, Schönau am Königssee und Ruhpolding den nötigen Rückenwind für die Bürgerentscheide am 10. November verschaffen. Dann haben in den Städten München und Garmisch-Partenkirchen sowie den Landkreisen Traumstein und Berchtesgadener Land die Bürger das entscheidende Wort. Ein positives Ergebnis ist Bedingung für die Einreichung einer Bewerbung. "Wir werden dafür kämpfen", kündigte Ude an.

Vergabe im Juli 2015

Die Frist zur Anmeldung der Kandidatur beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) endet vier Tage später am 14. November. Das kasachische Almaty hat seine Bewerbung bereits bekanntgegeben. Oslo, Östersund (Schweden), Barcelona, Krakau (Polen), Lwiw (Ukraine) gelten als weitere mögliche Bewerber. Das von Thomas Bach als Präsident angeführte IOC wählt die Olympiastadt 2022 am 31. Juli 2015 in Kuala Lumpur.

Kernpunkt des modifizierten Olympia-Konzeptes ist die Steigerung der Austragungsorte von drei auf vier. Langläufer und Biathleten sollen in neun Jahren nun in Ruhpolding um Medaillen kämpfen. Die Olympia-Gesamtkosten werden auf 3,3 Milliarden Euro beziffert. Die Bewerbung soll 29 Millionen Euro kosten.

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