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Olympia 2014: Slopestyle sorgt für hippe Olympische Spiele in Sotschi

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Olympia 2014  

Neue Sportarten für hipperes Olympia

06.02.2014, 16:59 Uhr | dpa

Neue Sportarten für hipperes Olympia. Die Schweizerin Isabel Derungs tritt in der neuen Olympia-Disziplin Slopestyle an.

Die Schweizerin Isabel Derungs tritt in der neuen Olympia-Disziplin Slopestyle an. Foto: Jens Buettner. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Schon die ersten Kunststücke der Slopestyle-Artisten lieferten den Olympia-Machern die gewünschten Hochglanzbilder. Nach dem spektakulären Debüt der Snowboarder in der Quali sollen nun auch die weiteren Neulinge die Verjüngungskur im Winterspiele-Programm vorantreiben.

Und weitere Neuerungen sind auf Sicht nicht ausgeschlossen - IOC-Präsident Thomas Bach hatte stets betont, das Internationale Olympische Komitee dürfe die Verbindung zur Jugend nicht verlieren: "Wir müssen unser Programm ständig überprüfen."

Insgesamt zwölf neue Disziplinen finden bei den Spielen in Russland statt, die Rekordzahl von 98 Entscheidungen steht an. Die Ausweitung ist dabei auch dem Druck durch die X-Games geschuldet, dem Rivalen um die Aufmerksamkeit der Jugend. So finden sich vor allem bei den Ski-Freestyle-Wettbewerben in Halfpipe und Slopestyle deutliche Anleihen bei der Funsport-Großveranstaltung, die besonders in den USA große Popularität genießt. Zudem werden erstmals olympische Medaillen im Parallelslalom der Snowboarder vergeben. Die Teamwettbewerbe im Biathlon (Mixed), Rodeln und Eiskunstlauf kommen ebenso wie das Frauen-Skispringen etwas traditioneller daher.

Etablierte Wintersport-Nationen müssen besonders in den modernen Disziplinen darauf achten, nicht den Anschluss zu verlieren. In Vancouver 2010 waren deutsche Athleten im Snowboard und Ski-Freestyle gänzlich ohne Medaillen geblieben - für die Sotschi-Spiele kündigte DOSB-Präsident Alfons Hörmann an, bei den neuen Disziplinen eine separate Bilanz zum offiziellen Medaillenspiegel zu führen: "Und zwar von Tag zu Tag." Schon bei den Spielen in Vancouver vor vier Jahren waren die Skicrosser mit ihren packenden Positionskämpfen Aufmerksamkeitsmagnet gewesen. Nun zeigten sich die Zuschauer auf den zwei Drittel gefüllten Tribünen angetan von der ersten Slopestyle-Show. Euphorisch äußerte sich auch Felix Loch. "lauter Wahnsinnige!;)", twitterte der Rodel-Olympiasieger nach einem Besuch im Extreme Park. "Nach meinem Rennen probier ich des auch mal aus".

Die neuen Einflüsse bringen allerdings auch neue Diskussionen. An den ersten Trainingstagen bestimmte eine Sicherheitsdebatte das öffentliche Bild über den Slopestyle-Wettbewerb der Snowboarder. Zwar wünschte sich Superstar Shaun White eine Entschärfung des spektakulären Kurses und zog letztlich zurück. Für die meisten Athleten ist der schmale Grat zwischen Faszination und Gefahr aber ganz normal. "Snowboarden ist gefährlich", bemerkte der kanadische Medaillenkandidat Mark McMorris stellvertretend. "Aber über die Straße zu gehen, ist auch gefährlich."

Auf Bachs Drängen diskutiert die Ringe-Organisation nun, wie Änderungen im Olympia-Programm in Zukunft erleichtert werden können. Auf der IOC-Session wurde sogar diskutiert, ob die Olympischen Jugendspiele in Zukunft nicht eine Art Experimentierfeld werden könnten.

"Das ist wichtig", sagte Scott Blackmun, Geschäftsführer des Nationalen Olympischen Komitees der USA, der "Washington Post" über den Einsatz für mehr Jugendlichkeit. "Wir haben im Winter einen besseren Job als im Sommer gemacht. Ich denke, die Entscheidung Snowboarden zu integrieren, hatte einen großen Einfluss. Ich habe Kinder, sie lieben Snowboard. Das geht in genau die richtige Richtung."

Auch andere Sportarten hoffen bereits auf die Aufnahme in den erlesenen Kreis: So betreibt der internationale Weltverband des Skibergsteigens kräftig Lobbyarbeit für ein Olympia-Debüt 2022. Auch die Alpinen setzen auf mehr Disziplinen und preisen ihren Teamwettbewerb an. "Ich bin überzeugt, dass er 2018 in Südkorea im Programm ist", prophezeite FIS-Präsident Gian Franco Kasper unlängst und setzt auf die weiter vorhandene Strahlkraft des Ringe-Spektakels: Denn dort habe der Mannschaftsevent dann "sofort einen Stellenwert."

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