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Olympia 2024: Berlin und Hamburg wollen sich als Ausrichter bewerben

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Bewerbung für Olympia 2024  

Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten

01.09.2014, 17:49 Uhr | t-online.de, sid

Olympia 2024: Berlin und Hamburg wollen sich als Ausrichter bewerben. Wer bekommt grünes Licht - Berlin oder Hamburg? Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) prüft nun die Möglichkeiten einer Olympia-Bewerbung der beiden Metropolen für die Spiele im Jahr 2024. (Quelle: dpa)

Wer bekommt grünes Licht - Berlin oder Hamburg? Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) prüft nun die Möglichkeiten einer Olympia-Bewerbung der beiden Metropolen für die Spiele im Jahr 2024. (Quelle: dpa)

Die beiden Großstädte Berlin und Hamburg haben ihre Bereitschaft für eine Bewerbung um die Olympischen Spiele in zehn Jahren signalisiert. Auf Grundlage eines von den Bewerbern beantworteten Fragebogens mit 13 Fragen entscheidet nun der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), welche Stadt er bei einer möglichen Bewerbung ins Rennen schicken will. Allerdings ist auch noch möglich, dass der DOSB von einer Bewerbung absieht. Wir geben Ihnen einen Überblick über den weiteren Ablauf des Bewerbungsverfahrens und beantworten die wichtigsten Fragen.

Wie geht es weiter?

Am 11. September und am 28. Oktober diskutiert das DOSB-Präsidium die Situation. Entscheidet sich der deutsche Sport für eine Olympiabewerbung, könnte die Auswahl eines deutschen Bewerbers bereits am 6. Dezember in Dresden bei der Mitgliederversammlung des DOSB fallen.

Wahrscheinlicher ist allerdings, dass erst einmal der Ausgang der angekündigten Bürgerbefragungen in den beiden Städten abgewartet wird. Im November 2015 müssen die Kandidaten für Olympia 2024 offiziell beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gemeldet werden. Ein erstes schriftliches Konzept, das so genannte Mini-Bid-Book, muss voraussichtlich im Frühjahr 2016 eingereicht werden. Im Juli 2017 soll dann die Entscheidung über den Ausrichter der Spiele 2024 fallen.

Können die Bürger der Städte mitentscheiden?

Ja, zumindest nach den bisherigen Aussagen der Politiker. Beide Städte planen, ihre Einwohner über eine Bewerbung mitentscheiden zu lassen.

Wann und in welcher Form dies geschieht, ist allerdings noch nicht bekannt.

Wie groß ist der Rückhalt in der Bevölkerung?

Dies dürfte eines der großen Hindernisse in den Bewerbungen sein. Im vergangenen Jahr scheiterte "München 2022" am Votum der betroffenen Bürger. Sowohl in Berlin als auch in Hamburg ist ein positives Ergebnis fraglich.

In Berlin zeigte sich zuletzt eine knappe Mehrheit pro Olympia. In Hamburg lassen jüngste Umfragen auf eine steigende Zustimmung schließen. Die Bevölkerung hat Bürgermeister Olaf Scholz bereits damit beauftragt, bis zum Herbst eine "ergebnisoffene Studie" über Chancen und Risiken Olympischer Spiele in der Hansestadt vorzulegen.

Wie unterscheiden sich die Konzepte?

Berlin setzt auf eine Gegenentwicklung zu den bisherigen Olympischen Spielen. Fast alle Sportstätten sind bereits vorhanden und müssten im Falle des Zuschlags "nur" modernisiert werden.

Hamburg propagiert ein "Olympia der kurzen Wege". Fast alle Sportstätten sollen innerhalb weniger Kilometer liegen. Auf der Elbinsel Kleinen Grasbrook sollen beispielsweise das Olympische Dorf entstehen und unter anderem die Schwimm-Wettbewerbe stattfinden.

Welche Sportstätten sind geplant?

In Berlin soll das Olympische Dorf auf dem dann stillgelegten Flughafen Tegel entstehen. Zudem sollen der Olympiapark sowie die O2-Arena, der Jahnsportpark, das Sportforum Hohenschönhausen und die Max-Schmeling-Halle genutzt werden. Zudem sind auch "ausgelagerte" Wettkampfstätten geplant, weil es dort bereits olympiataugliche Austragungsorte gibt. Segeln (Rostock), Wildwasserkanu (Markkleeberg), Dressurreiten (Potsdam-Sanssouci) sind einige Beispiele. Für das olympische Fußballturnier sind unter anderem die Stadien in Cottbus, Dresden, Magdeburg und Leipzig vorgesehen.

Für die Hansestadt müssten drei Sportstätten neu gebaut werden: Ein Olympiastadion, eine Halle mit rund 25.000 Plätzen und eine Schwimmarena. Alles soll "zentral" liegen. Gesegelt würde in Kiel, Lübeck oder ebenfalls in Rostock-Warnemünde.

Was kostet das Ganze?

Für die Bewerbung beim IOC veranschlagt Berlin eine Summe von 50 Millionen Euro, die Ausrichtung der Spiele soll etwa zwei Milliarden Euro kosten.

Laut einer Berechnung der Hamburger Handelskammer würde die Ausrichtung in der Hansestadt 6,5 Milliarden Euro kosten, von denen die Stadt angeblich nur eine Milliarde tragen müsste. Die Politiker versprechen keine neuen Schulden und ein nachhaltiges Konzept. Allerdings lagen die endgültigen Kosten bei den vergangenen Olympischen Spielen teilweise deutliche über der veranschlagten Summe.

Wären die Städte bereit, sich auch zweimal zu bewerben?

Ja. Beide Städte signalisierten die Bereitschaft, im Falle einer gescheiterten Bewerbung 2024 es für 2028 noch einmal zu versuchen.

Wer sind die Konkurrenten?

Frankreich will mithilfe einer großen Studie ermitteln, wie groß die Chancen von Paris sind. Istanbul hat bei fünf der vergangenen sechs Bewerbungsverfahren mitgeboten, unterlag zuletzt Tokio im Kampf um die Spiele 2020. Bis Jahresende wird bei beiden Ländern mit einer Entscheidung für oder gegen eine Kampagne gerechnet.

Zudem bringen sich die USA in Stellung. Boston, San Francisco, Los Angeles und Washington D.C. sind in der Verlosung. Desweiteren bereiten folgende Städte eine Bewerbung vor: Nairobi (Kenia), Casablanca (Marokko), Durban (Südafrika), Doha (Katar), Melbourne (Australien), St. Petersburg (Russland), Kiew (Ukraine), Budapest (Ungarn), Baku (Aserbaidschan), Lima (Peru).

Was sagen die Gegner?

Kritiker rechnen mit einer Kostenexplosion wie bei ähnlichen Großprojekten wie der Elbphilharmonie oder dem Flughafen Berlin Brandenburg. Zudem seien die Spiele kommerziell, dienten lediglich wirtschaftlichen Aspekten. Desweiteren handele das IOC intransparent, Bürgerrechte würden eingeschränkt und Umweltaspekte vernachlässigt.

Analog zum Fragenkatalog des DOSB hat das Hamburger Bündnis (N)Olympia 13 kritische Fragen an den Hamburger Senat geschickt.

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