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Olympia 2024: DOSB schickt Hamburg offiziell ins Rennen

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Einstimmiges Votum  

DOSB bestätigt Hamburger Olympia-Bewerbung

21.03.2015, 15:32 Uhr | dpa, sid

Olympia 2024: DOSB schickt Hamburg offiziell ins Rennen. So könnte das Olympiastadion mit der "Olympic City" auf dem Kleinen Grasbrook im Hafen von Hamburg einmal aussehen. (Quelle: dpa/Computergrafik: Gerkan, Marg und Partner (gmp), Büro Gärtner und Christ)

So könnte das Olympiastadion mit der "Olympic City" auf dem Kleinen Grasbrook im Hafen von Hamburg einmal aussehen. (Quelle: Computergrafik: Gerkan, Marg und Partner (gmp), Büro Gärtner und Christ/dpa)

Hamburg soll die Olympischen Spiele und Paralympics 2024 nach Deutschland holen. Die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat in der Frankfurter Paulskirche offiziell und einstimmig beschlossen, die Hansestadt in den internationalen Wettbewerb um das größte Sportspektakel der Welt zu schicken. Der Mitbewerber Berlin war in einer Vorauswahl des DOSB-Präsidiums am Wochenanfang gegen die Elbmetropole unterlegen.

Deutschland muss bis zum 15. September Hamburg als Kandidatenstadt beim Internationale Olympische Komitee (IOC) angemeldet haben. Allerdings sollen die Bürger im Herbst bei einem Volksentscheid in der Hansestadt das letzte Wort zur Bewerbung haben. Bei einer Forsa-Umfrage hatten sich zuletzt 64 Prozent der Hamburger für Olympia in ihrer Stadt ausgesprochen. Der DOSB hat die Zustimmung der Bevölkerung zu einem wichtigen Bestandteil des Verfahrens gemacht, weil die Olympia-Bewerbung von München für die Winterspiele 2022 am Widerstand der Bürger gescheitert war.

"Wollen zum Vorbild werden"

Die DOSB-Führung hatte sich ein deutliches Votum für Hamburg erhofft und dieses Aufbruchssignal mit 410 Stimmen von den Delegierten erhalten. Enthaltungen gab es keine. "Sportdeutschland steht vor einem Aufbruch", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. "Lassen sie uns, hanseatisch formuliert, zu neuen Ufern aufbrechen." Er betonte, dass Deutschland sich an der Reformagenda des IOC orientieren wolle. Diese kann sich erstmals 2024 auswirken und hat weniger Gigantismus und mehr Transparenz zum Ziel: "Wir wollen Vorbild für eine olympische und paralympische Zukunft werden."

DOSB-Präsident nennt Gründe 
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DOSB-Präsident Alfons Hörmann erklärt, warum man sich für die Hansestadt entschieden hat. Video

Als "große Geste" bezeichnete es Hörmann, dass Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller selbst in die Paulskirche kam. Der SPD-Politiker versicherte in seiner kurzen Ansprache Hamburg die Unterstützung der Bundeshauptstadt, gab aber zu, die Niederlage nicht überwunden zu haben: "Es tut immer noch etwas weh."

Dagegen hatte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz allen Grund zur Freude und zum Stolz. Er sprach von einer "großen Ehre" für die Stadt und sagte, dass es nach den Sommerspielen 1972 wieder an der Zeit sei, Olympia nach Deutschland zu holen. "Es kann nicht sein, dass alle begeistert Olympische Spiele schauen, aber uns nicht zutrauen, sie zu organisieren. Wir können das", versicherte Scholz.

Entscheidung im Sommer 2017

Bundesinnenminister Thomas de Maizière sieht gute Chancen für eine deutsche Olympia-Bewerbung mit Hamburg für die Sommerspiele 2024. "Wir werden eine starke und sehr konkurrenzfähige Bewerbung haben", sagte er. "Wir wollen es maßvoll und klug machen." Die Kür von Hamburg zur deutschen Olympia-Stadt sei aber nur der erste Schritt auf einem langen Weg. Der CDU-Politiker machte dem Kandidaten aber auch Mut: "Wir Deutschen haben eine Menge zu bieten. Also, keine Angst vor Mitbewerbern wie Rom, Paris oder Istanbul."

Das IOC wird im Sommer 2017 in Lima/Peru über die Sommerspiele-Stadt für 2024 entscheiden. Als mögliche Konkurrenten von Hamburg gelten neben Boston und Rom auch Budapest, Doha, Paris, Istanbul und eine australische Stadt. Als Favorit für die Austragung der XXXIII. Olympischen Spiele gilt Boston. Falls es Hamburg im ersten Anlauf nicht schaffen sollte, ist eine zweite Kandidatur für 2028 vorgesehen. Deutschland war 1936 in Berlin und 1972 in München Schauplatz von Sommerspielen. Bewerbungen für 2000 mit Berlin und 2012 mit Leipzig waren nicht erfolgreich gewesen.

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