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Robert Harting zu Olympia-Aus für Russen: "Richtiges Signal für Weltsport"

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Stimmen zur Sperre des RUSAF  

Harting: "Das richtige Signal für den Weltsport"

18.06.2016, 08:08 Uhr | dpa, sid

Robert Harting zu Olympia-Aus für Russen: "Richtiges Signal für Weltsport". Diskus-Olympiasieger Robert Harting unterstützt den Kampf gegen Doping im Profisport.   (Quelle: imago/Camera 4 )

Diskus-Olympiasieger Robert Harting unterstützt den Kampf gegen Doping im Profisport. (Quelle: Camera 4 /imago)

Deutschlands Diskus-Olympiasieger Robert Harting hat die Verlängerung der Sperre für Russlands Leichtathletik-Verband RUSAF wegen systematischen Dopings begrüßt. "Ich freue mich über diesen Schritt, das ist das richtige Signal für den Weltsport. Die Leidenschaft und der Glaube, dass das, wofür ich kämpfe, erreichbar ist, wurde mir persönlich somit ein wenig erhalten", sagte Harting.

Auch Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sieht darin "einen ersten großen Schritt in die richtige Richtung". Dennoch müssten weitere Schritte folgen, um die internationale Chancengleichheit und damit die Rechte der sauberen Athletinnen und Athleten weiter zu stärken. Wo systematisch betrogen werde, müsse auch systematisch sanktioniert werden, so der 55-Jährige.

"Die angekündigten Ausnahmeregelungen für Athleten, die von Dopingkontrollsystemen außerhalb Russlands getestet wurden, sind logisch, fair und akzeptabel, wenn sie klar nachvollziehbar sind. Der Anti-Doping-Kampf darf nun nicht stehen bleiben", fuhr Hörmann fort. 

UMFRAGE
Russische Leichtathleten dürfen nicht bei Olympia starten. Ist diese Entscheidung richtig?

Hier eine Auswahl weiterer int. Stimmen:

Michael Vesper (Vorstandsvorsitzender des DOSB):
"Wir begrüßen diese Entscheidung der IAAF, dass sie diese systematischen Dopingbefunde in der russischen Leichtathletik nicht einfach hinnimmt und daraus die entsprechenden Konsequenzen zieht. Alles andere hätte die Öffentlichkeit und die sauberen Athleten an der Ernsthaftigkeit dieses Kampfes zweifeln lassen. Athleten und Athletinnen, die nicht vom russischen Anti-Doping-System kontrolliert worden sind, sollen, sofern sie das nachweisen können, zugelassen werden. Das muss natürlich sorgfältig geprüft werden. Aber im Prinzip ist auch das eine richtige Entscheidung. Dadurch wird deutlich, dass der Sport sowas nicht hinnimmt, wenn systematisch betrogen wird. Der Schutz der sauberen Athleten ist das oberste Gebot."

Andrea Gotzmann (NADA-Vorstandsvorsitzende):
"Der Bericht der unabhängigen Kommission der WADA zur Aufarbeitung der Vorgänge in der russischen Leichtathletik belegt schwerwiegende Mängel in der Anti-Doping-Arbeit. Dies ist fatal für den fairen Sport und für die internationale Chancengleichheit, deshalb ist die heutige Entscheidung zu begrüßen. Es geht um die Glaubwürdigkeit des Sports und die Rechte der sauberen Athletinnen und Athleten."

Clemens Prokop (Präsident Deutscher Leichtathletik-Verband):
"Ich begrüße die konsequente Entscheidung über den russischen Ausschluss. Gleichzeitig stehe ich dem Beschluss, vermeintlich sauberen Athleten eine Startberechtigung zu geben, mit größter Skepsis gegenüber. Wenn ein Anti-Doping-Programm in der Vergangenheit nachweislich nicht funktioniert hat, kann Chancengleichheit nicht gegeben sein."

Dagmar Freitag (Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag):
"Ich habe gehofft, dass es ein klares Urteil geben wird, dass Worten auch Taten folgen. Die internationale Leichtathletik muss es ernst meinen mit Reformen im Anti-Doping-Kampf. Es geht darum, die Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen."

Systematisches Doping 
Russische Leichtathleten bleiben weiter gesperrt

Damit droht den Sportler aus Russland der Ausschluss von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro in diesem Jahr. Video

Özcan Mutlu (sportpolitischer Sprecher der Grünen):
"Die Verlängerung der Sperre und der Ausschluss der russischen Leichtathletinnen und Leichtathleten von den Olympischen Spielen sind konsequent und folgerichtig. Ein Verband, der die internationalen Auflagen des Anti-Doping-Kampfs nicht erfüllt, kann und darf auch bei internationalen Großsportveranstaltungen, wie den Olympischen Spielen keine Sonderbehandlung erhalten. Diese Regelung gilt für alle."

Russlands Präsident Wladimir Putin:
"Was völlig sicher ist, ich möchte das unterstreichen: Es hat in Russland keine Unterstützung für Verstöße im Sport - und vor allem nicht im Bereich Doping - gegeben, und es wird sie auch nicht geben."

Council der IAAF
"Das russische Anti-Doping-System ist frühestens in 18 bis 24 Monaten wieder regelkonform."

Russlands Sportminister Witali Mutko:
"Der Traum vieler unserer Sportler ist zerstört wegen eines falschen Verhaltens einzelner Sportler, Trainer und Spezialisten."

Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa (Russland):
"Das ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Dazu werde ich nicht schweigen. Ich werde für die Gerechtigkeit kämpfen."

Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB):
"Das ist eine Entscheidung zwischen zwei ungerechten Maßnahmen."

Russlands Leichtathletik-Cheftrainer Juri Borsakowski:
"Wenn sie uns nicht zulassen, geht damit die Welt nicht unter, dann müssen wir uns auf die nächste Saison vorbereiten. Wir sind enttäuscht von der Entscheidung der IAAF."

Russlands Verbands-Chef Dmitri Schljachtin:
"Wir haben bis zuletzt gehofft, dass die IAAF eine positive Entscheidung treffen würde im Sinne der sauberen Sportler."

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