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Olympia 2016: "Saubere" Athelten aus Russland dürfen in Rio starten

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Doping: Auflagen für Olympia  

"Saubere" Russen dürfen in Rio starten

21.06.2016, 18:42 Uhr | dpa, sid

Olympia 2016: "Saubere" Athelten aus Russland dürfen in Rio starten. Jelena Issinbajewa beschimpfte zuletzt den Weltverband IAAF wegen des Olympia-Ausschlusses. (Quelle: imago)

Jelena Issinbajewa beschimpfte zuletzt den Weltverband IAAF wegen des Olympia-Ausschlusses. (Quelle: imago)

Saubere russische Leichtathleten dürfen trotz des Doping-Banns durch den Weltverband IAAF auf einen Olympia-Start in Rio (5. bis 21. August) unter ihrer Landesflagge hoffen. Russlands NOK hat dennoch Einspruch vor dem Sportgerichtshof gegen die Suspendierung angekündigt.

IOC-Präsident Thomas Bach will nachweislich saubere russische Leichtathleten bei den Olympischen Spielen in Rio unter ihrer Landesflagge starten lassen.

Dies teilte das Internationale Olympische Komitee nach einem Spitzentreffen mit den Mitgliedsorganisationen in Lausanne mit. Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass die Sportler sich außerhalb des maroden Anti-Doping-Systems Russlands aufhalten und testen lassen müssen.

Freigabe durch Fachverbände

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte vorgeschlagen, dass saubere russische Athleten unter neutraler Fahne in Rio dabei sein dürften. Da das Nationale Olympische Komitees Russlands aber nicht suspendiert ist, ist es möglich, dass Athleten des Landes unter ihrem Banner starten dürfen.

Ferner erklärte das IOC, dass Sportler aus Russland und Kenia für ihre Teilnahme in Rio die Freigabe durch die internationalen Fachverbände ihrer Sportarten brauchen. Zu den Kriterien gehören Dopingtests durch anerkannte und bestätigte Institutionen außerhalb der beiden Staaten. "Es bestehen ernsthafte Zweifel an der Unschuldsvermutung zugunsten russischer und kenianischer Athleten", sagte Bach. 

"Wir werden alles machen"

Russlands Sportminister Witali Mutko reagierte erleichtert auf die Ankündigung. Russland sei für eine Teilnahme sauberer Athleten bereit, alle Bedingungen des IOC einzuhalten. "Wir werden alles machen, was sie uns sagen", meinte Mutko der Agentur Tass zufolge in Moskau.

Am Freitag hatte die IAAF die Sperre gegen Russlands Leichtathleten wegen massiver Dopingvorwürfe verlängert und sie damit von den Spielen in Rio ausgeschlossen. Russland muss fürchten, dass auch Verbände anderer Sportarten ähnlich entscheiden können.

Vor der Aussage Bachs hatte der Chef des russischen Olympia-Komitees, Alexander Schukow, angekündigt, dass Russlands Leichtathleten gegen die Olympia-Sperre juristisch vorgehen und Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) einlegen wollen.

"Vor einer Diskriminierung schützen"

"Russische Athleten, die niemals gegen Anti-Doping-Regeln verstoßen haben, werden sich wie der Leichtathletikverband an das CAS wenden - um die eigenen Interessen zu schützen und die Interessen von anderen sauberen Athleten", sagte Schukow.

Das russische NOK werde diese Klagen unterstützen und gegen die IAAF-Entscheidung vorgehen, "um russische Athleten vor einer Diskriminierung zu schützen. Wir hoffen, dass das CAS ein unabhängiges Urteil fällen wird." Stabhochsprung-Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa hatte den Weltverband IAAF wegen des Ausschlusses zuletzt wüst beschimpft.

Schukow nahm am Spitzentreffen des IOC - dem sogenannten Summit - ebenso teil wie der Chef des Leichtathletik-Weltverbandes, Sebastian Coe. Dabei war über Maßnahmen im Kampf gegen Doping gesprochen. Nach dem Treffen hatte Bach noch einmal betont, dass das IOC hinter der Entscheidung des IAAF stünde.

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