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Olympia 2016: Weltverband sperrt sieben Schwimmer aus Russland

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Olympia-Ausschluss  

Weltverband sperrt sieben russische Schwimmer

26.07.2016, 07:21 Uhr | dpa

Olympia 2016: Weltverband sperrt sieben Schwimmer aus Russland. Russlands Schwimmer Nikita Lobinzew darf bei den Olympischen Spielen in Rio nicht an den Start gehen. (Quelle: imago/Tar-Tass)

Russlands Schwimmer Nikita Lobinzew darf bei den Olympischen Spielen in Rio nicht an den Start gehen. (Quelle: Tar-Tass/imago)

Der Weltschwimmverband reagiert auf die IOC-Entscheidung: Sieben russischen Schwimmern bleibt die Olympia-Teilnahme in Rio verwehrt. Zu den vier von Russland bereits zurückgezogenen Schwimmern, unter ihnen Weltmeisterin Julija Jefimowa, kommen drei weitere Athleten.

Diese werden im McLaren-Report der Welt-Anti-Doping-Agentur über vertuschte Dopingproben genannt.

Einer ist Nikita Lobinzew, er sollte auf Paul Biedermanns Strecke 200 Meter Freistil antreten. Auch Wladimir Morosow darf nicht starten, teilte die FINA mit. Beide Schwimmer gewannen 2012 mit der russischen 4 x 100 Meter Freistil-Staffel Olympia-Bronze. Zudem wird Junioren-Weltrekordlerin Daria Ustinowa in Rio fehlen.

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WM-Dopingproben werden noch einmal nachgetestet

Zugleich betonte die FINA , dass es keine Hinweise auf Doping im Synchronschwimmen, Wasserspringen oder Wasserball gebe. Gleichwohl würden alle Dopingproben russischer Teilnehmer der WM 2015 in Kasan noch einmal nachgetestet.

Zu den sieben nun bekannten Schwimmern könnten weitere hinzu kommen, falls diese Auffälligkeiten gezeigt oder nur Dopingtests innerhalb Russlands aufzuweisen haben. Unter den über 600 verschwundenen Dopingtests in Russland waren auch 18 von Schwimmern der einflussreichen Sportnation.

Weltmeisterin Jefimowa will vor dem CAS klagen

Jefimowa wolle vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen den Olympia-Ausschluss klagen, sagte Nationaltrainer Sergej Kolmogorow. Morosow und Lobinzew hätten niemals gegen die Anti-Doping-Vorschriften verstoßen, betonte er.

Wann und wo das Trio positiv getestet worden sei und was das für die Medaillenvergabe bedeuten könnte, ließ die FINA offen.

Bundestrainer Lambertz für lebenslange Sperre

Der deutsche Chefbundestrainer Henning Lambertz begrüßte grundsätzlich die Maßnahmen. "Wichtig ist aber, dass auch weiterhin alle Anstrengungen unternommen werden, um die Schwarzen Schafe herauszufiltern, damit der Sport seine Glaubwürdigkeit gegenüber den Zuschauern nicht verliert. Weiterhin ist es mir wichtig, dass, wenn ein Sportler einmal des klaren Dopings überführt wird, er auch lebenslang von internationalen Meisterschaften ausgeschlossen werden sollte", ließ Lambertz aus dem Trainingslager in Brasilien verlauten.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte am Sonntag keinen kompletten Ausschluss Russlands von den Spielen beschlossen, sondern strikte Auflagen für einen Start russischer Sportler in Rio. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte in einem Report zuvor staatlich angeordnetes systematisches Doping in Russland festgestellt.

Weltschwimmverband in der Kritik

Die FINA stand wegen des Umgangs mit dem Themenkomplex Doping und Russland in der Vergangenheit oft in der Kritik. Streng genommen war Kasan als WM-Gastgeber 2015 wegen zu vieler Dopingfälle russischer Sportler auf der Kippe. Zuvor war Russlands Präsident Wladimir Putin mit dem höchsten Orden des Weltverbandes geehrt worden.

Der Umgang mit dem Fall der Brustschwimmerin Jefimowa verwunderte. Sie konnte bei der Heim-WM in Kasan starten, da sie nur eine 16-monatige anstelle der sonst üblichen zweijährigen Dopingsperre erhielt. Nach einem positiven Meldonium-Befund wurde die Weltmeisterin zu Jahresbeginn suspendiert, dann nach einer Änderung der Meldonium-Grenzwerte zunächst das Olympia-Startrecht erteilt.

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