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Olympia 2016: Welche russischen Sportler starten dürfen - und welche nicht

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Knapp eine Woche vor Rio  

Welche Russen starten dürfen - welche nicht

29.07.2016, 20:30 Uhr | sid

Olympia 2016: Welche russischen Sportler starten dürfen - und welche nicht. Der Dopingskandal hat für zahlreiche russischen Athleten Konsequenzen. (Quelle: imago/Ralph Peters)

Der Dopingskandal hat für zahlreiche russischen Athleten Konsequenzen. (Quelle: Ralph Peters/imago)

Knapp eine Woche vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) haben zahlreiche Sport-Weltverbände russischen Athleten trotz des Dopingskandals ein Startrecht eingeräumt.

Einige Verbände haben sich noch nicht final geäußert, die Zahl der russischen Olympia-Starter könnte sich also noch deutlich erhöhen.

Die Entscheidungen der Verbände im Überblick

BADMINTON (BWF)
Der Verband bestätigte, allen vier russischen Athleten die Starterlaubnis erteilt zu haben.

BASKETBALL (FIBA)
Beide russischen Mannschaften sind nicht qualifiziert.

BOGENSCHIESSEN (WA)
Die drei nominierten Bogenschützinnen dürfen starten.

BOXEN (AIBA)
Die Einzelfall-Prüfung läuft, elf russische Boxerinnen und Boxer sind betroffen.

FECHTEN (FIE)
Der Fecht-Weltverband FIE hat allen 16 für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifizierten russischen Fechtern sowie den vier Ersatzleuten das Startrecht erteilt.

FUSSBALL (FIFA)
Beide russische Mannschaften sind nicht qualifiziert.

GOLF (IGF)
Bisher keine offizielle Mitteilung, eine russische Golferin ist qualifiziert.

GEWICHTHEBEN (IWF)
Keine der acht nominierten Russen (drei Frauen, fünf Männer) erhalten eine Startberechtigung. "Die Integrität des Gewichthebens ist zahlreiche Male und auf mehreren Ebenen von den Russen beschädigt worden. Aus diesem Grund wurde eine angemessene Sanktion ausgesprochen, um den Status des Sports zu schützen", hieß es in einer IWF-Mitteilung.

HANDBALL (IHF)
Bisher keine offizielle Mitteilung, die russischen Handballerinnen sind qualifiziert und flogen sogar bereits nach Rio.

HOCKEY (FIH)
Beide russischen Mannschaften sind nicht qualifiziert.

JUDO (IJF)
Die IJF wird keine russischen Athleten ausschließen. Aussage: "Russland ist für das Judo sehr wichtig." Der Staatspräsident Wladimir Putin ist IJF-Ehrenpräsident. Elf russische Judoka sind qualifiziert.

KANU (ICF)
Fünf von 19 qualifizierten russischen Kanuten wurden wegen ihrer Erwähnung im McLaren-Report gesperrt.

LEICHTATHLETIK (IAAF)
Russische Leichtathleten dürfen mit Ausnahme der Weitspringerin Darja Klischina nicht starten.

MODERNER FÜNFKAMPF (UIPM)
Der Weltverband hat die beiden Athleten Maxim Kustow und Ilja Frolow gesperrt, Frolow war lediglich als Reservist vorgesehen. Damit sind noch zwei Frauen und ein Mann startberechtigt.

RADSPORT (UCI)
Der Weltverband hat elf Russen die Starterlaubnis für Rio erteilt. Drei Fahrer sind dagegen ausgeschlossen, in drei weiteren Fällen ist die finale Entscheidung noch nicht getroffen worden.

REITEN (FEI)
Der Reitsport-Weltverband hat allen fünf qualifizierten russischen Athleten die Startfreigabe für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro erteilt.

RINGEN (UWW)
Der Ringer-Weltverband UWW hat 16 von 17 russischen Ringern das Startrecht in Rio erteilt. Lediglich im Falle von Wiktor Lebejew in der Klasse bis 57 kg musste die UWW einschreiten. Der Freistil-Ringer hatte bei der Junioren-WM 2006 einen positiven Test. Den freigewordenen Platz soll auf Vorschlag des Weltverbandes das weißrussische Team übernehmen.

RUDERN (FISA)
20 russische Athleten sowie zwei Steuermänner wurden ausgeschlossen. Nur sechs Ruderer erhielten Grünes Licht für Rio. Der Verband begründete die Entscheidung vor allem mit den Manipulationen im Moskauer Dopinglabor. Die Sportler seien gemäß der Vorgaben des IOC nicht ausreichend von vertrauenswürdigen Anti-Doping-Einrichtungen getestet worden.

RUGBY (WR)
Beide russischen Mannschaften sind nicht qualifiziert.

SCHIESSEN (ISSF)
Der Weltverband ISSF hat alle 18 qualifizierten russischen Schützen zugelassen.

SCHWIMMEN (FINA)
Mindestens sieben russische Schwimmer werden nicht starten. Nikita Lobinzew, Wladimir Morozow und Darja Ustinowa sind vom McLaren-Report betroffen. Zudem zog das russische Olympia-Komitee vier Nominierte zurück, darunter die London-Olympiadritte Julia Efimowa, die bereits wegen Dopings gesperrt war. Noch 66 russische Schwimmer, Wasserballer, Synchronschwimmerinnen und Wasserspringer sind qualifiziert.

SEGELN (ISAF)
Pawel Sozykin, Dritter der 470er-Europameisterschaften von 2015, wurde auf Grundlage des McLaren-Reports gesperrt. Die übrigen sechs für Olympia nominierten russischen Segler dürfen dagegen starten. Da es sich beim 470er um eine olympische Zweimann-Rennjolle handelt, sprach sich der Verband dafür aus, dem russischen Olympia-Komitee ROC die Möglichkeit einer Nachnominierung zu geben.

TAEKWONDO (WTF)
Bisher keine offizielle Mitteilung, drei russische Athleten sind qualifiziert.

TENNIS (ITF)
Die sieben nominierten russischen Athleten dürfen starten.

TISCHTENNIS (ITTF)
Die ITTF hat allen drei qualifizierten russischen Aktiven die Freigabe erteilt.

TRIATHLON (ITU)
Da die sechs qualifizierten russischen Athleten laut UCI nicht im McLaren-Report aufgeführt wurden und nach ITU-Angaben umfassend getestet worden sind, dürfen sie in Rio starten.

TURNEN/GYMNASTIK (FIG)
Der russische Vize-Präsident der FIG, Wasily Titow, bestätigte bereits, dass die insgesamt 20 Turner, Trampolinspringer und das Team in der Rhythmischen Sportgymnastik vollständig zugelassen werden. Der Verband will "die Liste verfügbarer Athleten schnellstmöglich zusammenstellen".

VOLLEYBALL (FIVB)
Die FIVB hat laut einer an vereinzelte Medien verschickten offiziellen Mitteilung sowohl den beiden Hallenteams als auch den drei Beachvolleyball-Duos die Starterlaubnis erteilt. Dazu passt, dass Volleyball-Olympiasieger Sergei Tetjuchin Russlands Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier sein soll. Neben den sechs Beachvolleyballern sind 24 Volleyballer (jeweils zwölf bei Männern und Frauen) dabei.

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