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Olympia 2016: Deutscher Turner im Finale - Toba kämpft trotz Kreuzbandriss

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Übung trotz Kreuzbandriss  

Andreas Toba liefert eine Heldentat ab

07.08.2016, 08:32 Uhr | dpa, sid

Olympia 2016: Deutscher Turner im Finale - Toba kämpft trotz Kreuzbandriss. Trostspender: Trainer Andreas Hirsch kümmert sich um den verletzten und enttäuschten Andreas Toba (rechts).  (Quelle: dpa)

Trostspender: Trainer Andreas Hirsch kümmert sich um den verletzten und enttäuschten Andreas Toba (rechts). (Quelle: dpa)

Was für eine Leistung: Der deutsche Mehrkampfmeister Andreas Toba hat sich im Vorkampf der Turner bei Olympia 2016 bei seiner Übung am Boden einen Riss des vorderen Kreuzbandes und eine Verletzung des Innenmeniskus zugezogen. Doch er brach den Wettkampf nicht ab.

Mit schmerzverzerrtem Gesicht blieb der Hannoveraner nach einer verunglückten Landung zunächst am Boden liegen und musste von Helfern gestützt vom Podium geführt werden.

"Ich habe geheult wie ein kleines Kind. Die Schmerzen im Knie sind groß, aber die in mir sind unbeschreiblich und viel größer", sagte Toba, der nicht aufgab. Sportdirektor Wolfgang Willam lobte daher: "Er hat bewiesen, dass er ein Kämpferherz hat und kein Weichei ist."

Höchste Wertung als Lohn

Um so überraschender war, dass der 25-Jährige am Pauschenpferd den Wettkampf fortsetzte. Humpelnd ging er an das Gerät, um der Mannschaft zu helfen, obwohl er seine Chance auf das Mehrkampf-Finale durch die Knieverletzung längst eingebüßt hatte. Am Boden erhielt er für seinen unfreiwilligen Kurzauftritt die ganz seltene Note von 1,3 Punkten.

Verbissen kämpfte er am Seitpferd und absolvierte völlig geschwächt seine Übung. 14,233 Punkte und damit die höchste Wertung im deutschen Quartett an diesem Gerät waren der verdiente Lohn. Toba durfte dafür den anerkennenden Applaus der rund 8000 Zuschauer in Empfang nehmen.

Hambüchen glänzt am Reck

Auch dank des heroischen Einsatzes von Toba haben die deutschen Kunstturner Teilnahme am Teamfinale geschafft. Die Riege um den früheren Reck-Weltmeister Fabian Hambüchen schaffte es mit 261,518 Punkten auf den achten Rang - der gerade so für das Finale genügte. Hambüchen glänzte an seinem Paradegerät, dem Reck, mit 15,533 Punkten.

Der Wettbewerb in der Rio Olympic Arena war zwischenzeitlich unterbrochen worden, weil der Franzose Samir Ait Said am Sprung fürchterlich gestürzt war. Bei der Landung kam er derart unglücklich auf, dass sein Unterschenkel danach im 90-Grad-Winkel abknickte. Er wurde auf einer Trage aus der Halle gebracht. Eine erste Diagnose in der Turn-Arena ergab einen Unterschenkelbruch.

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