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Olympia 2016: Paul Biedermann nach Rang 6 enttäuscht - Medaille verpasst

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Karriereende ohne Einzelmedaille  

Biedermann enttäuscht: "Dann war ich alle"

09.08.2016, 18:19 Uhr | Johann Schicklinski

Olympia 2016: Paul Biedermann nach Rang 6 enttäuscht - Medaille verpasst. Paul Biedermann bleibt bei Olympia ohne Einzelmedaille. (Quelle: dpa)

Paul Biedermann bleibt bei Olympia ohne Einzelmedaille. (Quelle: dpa)

Aus Rio de Janeiro berichtet Johann Schicklinski

Um 22:24 Uhr Ortszeit in Rio de Janeiro war klar: Paul Biedermann hat die ersehnte Olympia-Medaille deutlich verpasst. Der 30-Jährige schwamm im letzten Einzelstart seiner großen Karriere über 200 Meter Freistil mit einer Zeit von 1:45,84 Minuten nur auf Rang sechs, zum Podest fehlten letztlich 0,61 Sekunden. 

Über Gold durfte sich der Chinese Sun Yang (1:44,65) freuen, Silber ging an den lange Zeit führenden Chad le Clos aus Südafrika (1:45,20). Das Podest komplettierte der US-Amerikaner Conor Dwyer (1:45,23).

Biedermann bleibt damit auch bei seinen dritten Olympischen Spielen ohne Einzelmedaille. "Ich habe alles gegeben, mehr war leider nicht drin, obwohl ich mein Maximum gegeben habe. Schade“, sagte Deutschlands wohl bekanntester Schwimmer, der bei den Spielen 2008 in Peking und 2012 in London jeweils den fünften Platz belegt hatte.

Der 30-Jährige gab zu, enttäuscht zu sein, war aber gefasst.  "Ich konnte auf den dritten 50 Metern was gutmachen, aber dann war ich alle“, analysierte er.

Biedermann verpatzt den Start 

Da war es auch schon zu spät. Biedermann erwischte keinen optimalen Start und schwamm von Beginn an hinterher. Der Hallenser hatte bereits kurz vor Olympia im Gespräch mit t-online.de gesagt, dass alle acht Schwimmer, die im Endlauf stehen, potentielle Siegkandidaten sein werden. Er sollte Recht behalten. Es entwickelte sich ein absolut enges Rennen, in dem der schon einmal wegen Dopings gesperrte Sun Yang erst auf den letzten 50 Metern an Le Close vorbeiziehen konnte. "Es war ein super Rennen, die ganze Welt war vertreten", meinte Biedermann.

Wiederholt sich das Debakel?

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Der Negativ-Trend für den Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) bei Olympia hält damit an. Vor vier Jahren erlebte der DSV in London ein Debakel und blieb medaillenlos. Nun ruhen die weiteren Hoffnungen vor allem auf Marco Koch über 200 Meter Brust und Franziska Hentke über 200 Meter Schmetterling. Eine Außenseiterchance hat die 4x200-Meter-Staffel, die Biedermann anführt.

Doch es scheint so, als läge ein Fluch über dem 30-Jährigen und Olympia. In seiner langen Karriere hat Biedermann fast alle Titel abgeräumt, er war der erste Mensch, der die 200 Meter Freistil unter 1:40 Minuten schwamm und doch wurde es nichts mit der ersehnten Einzelmedaille. Auch wenn er vor Olympia abstritt, dass ihm ohne das Edelmetall etwas fehlen würde und er sich nicht als "Unvollendeter" fühle, dürfte es ihn doch sehr wurmen, dass er letztlich in seinem letzten Einzel-Rennen chancenlos blieb.

"Es war keine gute Zeit"

An der für Schwimmer ungewöhnlichen Zeit, zu der die Finalläufe in Rio stattfinden, lag es jedenfalls nicht. Biedermann hatte schon seit langem seinen Trainingsrhythmus auf die Wettkampfzeiten von Rio angepasst und war monatelang zu später Stunde ins Becken gestiegen. Er suchte deshalb auch gar nicht erst nach Ausreden. "Ich bin einfach keine gute Zeit geschwommen", gab er zu.

Nun bleibt Biedermann nur noch mit der Staffel eine Chance auf eine Podestplatz bei Olympia. Dabei geht es nicht nur um die Medaille, sondern auch um seinen Abschied. Er wird dabei noch einmal im Mittelpunkt stehen. Eine Rolle, die ihm nicht sonderlich behagt. So hatte er nach dem Halbfinale über 200 Meter Freistil, dass an seinem Geburtstag stattfand, freimütig zugeben, dass ihn der Rummel um seine Person wohl ein paar Zehntel gekostet hat.

Das sollte sich möglichst nicht wiederholen. Nur mit einem Paul Biedermann in absoluter Topform hat die DSV-Staffel beim Rennen am heutigen Dienstag eine Medaillenchance. 

"Bleibt nicht viel Zeit zum nachdenken"

"Mir bleibt gar nicht viel Zeit zum Nachdenken. Ich möchte mit den Jungs so gut wie möglich abschneiden. Ich will mich noch einmal motivieren, da zählen drei Andere auf mich“, sagte Biedermann. Auch für ihn selbst ist es noch einmal eine Chance. Um bei optimalem Verlauf dann doch noch mit der so erhofften Medaille von der großen Schwimm-Bühne abtreten zu können.

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