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Olympia 2016: Medaillentraum geplatzt - Ruderer Marcel Hacker kollabierte

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Zusammenbruch nach Rennen  

Medaillentraum geplatzt: Hacker enttäuscht und entkräftet

09.08.2016, 18:03 Uhr | sid

Olympia 2016: Medaillentraum geplatzt - Ruderer Marcel Hacker kollabierte. Marcel Hacker muss am Steg ärztlich behandelt werden. (Quelle: dpa)

Marcel Hacker muss am Steg ärztlich behandelt werden. (Quelle: dpa)

Als der Traum von seiner zweiten olympischen Medaille vorzeitig geplatzt war, hockte Marcel Hacker wie ein Häufchen Elend auf seinem Rollsitz. Am Steg kollabierte der deutsche Ruder-Star nach dem Rennen, er musste kurzzeitig ärztlich betreut werden. Auch sein Kollege Stephan Krüger musste medizinisch versorgt werden.

Der Modellathlet ließ tief enttäuscht den Kopf hängen, sein Partner Krüger sank ihm entkräftet in die Arme.

16 Jahre nach Bronze im Ruder-Einer in Sydney wollte Hacker noch einmal aufs Treppchen. Doch mit Platz vier im Doppelzweier-Halbfinale verpassten die Vize-Europameister überraschend den Finaleinzug.

Völlige Erschöpfung nach dem Rennen

"Ich habe noch keine Erklärung dafür. Wir haben beide unser Bestes gegeben, es sollte nicht sein in diesem Jahr. Scheiße", sagte Hacker frustriert und kämpfte mit den Tränen. Dabei hatte der 39-Jährige noch einmal alles aus seinem Körper herausgeholt.

Das vorzeitige Aus der Medaillenhoffnung des Deutschen Ruderverbandes (DRV) passte ins Bild. Der Frauen-Doppelzweier mit Marie-Catherine Arnold/Mareike Adams verpasste auf der Lagoa Rodrigo de Freitas ebenso den Finaleinzug wie der Leichtgewichts-Vierer der Männer. Der Halbfinaleinzug von Ronja Fini Sturm/Marie-Louise Dräger im leichten Frauen-Doppelzweier und Moritz Moos/Jason Osborne im leichten Männer-Doppelzweier war da nur ein schwacher Trost für die deutsche Flotte.

Arnold/Adams können die Erwartungen nicht erfüllen

Untröstlich war dagegen Hacker. Bei seiner fünften Olympia-Teilnahme wollte es der Routinier noch einmal wissen. Lange sah es gut aus, doch 300 Meter vor dem Ziel zogen die am Ende drittplatzierten Franzosen davon. "Wir konnten nicht mehr gegenhalten", sagte Hacker, der erstmals bei Sommerspielen nicht im Einer sitzt und im B-Finale vielleicht das letzte Rennen seiner Karriere bestreitet.

Hoffnungen hatte der DRV auch auf den Frauen-Doppelzweier gesetzt. Doch Arnold/Adams fuhren im Halbfinale nur auf Platz fünf. "Wir haben unser Bestes gegeben, mehr war nicht drin", sagte Adams, die im vergangenen Jahr gemeinsam mit Julia Lier noch WM-Bronze gewonnen hatte. Lier war im Saisonverlauf aber in den Doppelvierer gewechselt, der im Finale Goldfavorit ist. Arnold hatte 2015 bei der WM im französischen Aiguebelette Silber mit dem Doppelvierer geholt.

Der Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann, der erst bei der Nach-Qualifikation im Mai in Luzern sein Olympia-Ticket gelöst hatte, war als Letzter seines Halbfinals chancenlos.

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