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Olympia 2016 in Rio: Mülders und Hambüchen kritisieren Hygiene

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Olympia 2016 in Rio  

Bundestrainer Mülders und Hambüchen kritisieren Hygiene

14.08.2016, 08:12 Uhr | dpa

Olympia 2016 in Rio: Mülders und Hambüchen kritisieren Hygiene. Jamilon Mülders ist von den Zuständen im olympischen Dorf enttäuscht.

Jamilon Mülders ist von den Zuständen im olympischen Dorf enttäuscht. Foto: Friso Gentsch. (Quelle: dpa)

Rio de Janeiro (dpa) - Damenhockey-Bundestrainer Jamilon Mülders hat die hygienischen Zustände im olympischen Dorf scharf kritisiert. "Das, was hier von Brasilien angeboten wird, hat nichts mit Olympia zu tun", sagte Mülders nach dem 0:2 seiner Damen im letzten Vorrundenspiel gegen die Niederlande.

Seit fünf Tagen seien die Apartments nicht mehr geputzt worden. "Das ist eine Unverschämtheit, wir putzen jetzt selbst die Bäder. Die Toiletten sind immer wieder verstopft. Als wir angekommen sind, lag dort sogar noch Bauschutt", schimpfte Mülders.

Der Wasch-Service sei ebenfalls mangelhaft. "Die Wäsche verschwindet für Tage und ist dann trotzdem nicht gewaschen", bemängelte der Hockey-Coach. Über das Essen sagte Mülders: "Mit gutem Essen hat das nix zu tun, das ist nicht Sportler-like. Es ist alles schlecht organisiert, die Essensqualität hier hat nichts mit der von London zu tun."

Umso höher bewertet er die in Rio gezeigte Leistung der Athleten: "Unter diesen Bedingungen produzieren hier alle Leistung. Es ist eine Katastrophe." Positiv bewertete Mülders das Engagement des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): "Der DOSB macht alles, was er kann. Die Kollegen kaufen ein und bringen uns Lebensmittel wie Brot aus dem deutschen Haus."

Deutschlands Turnstar Fabian Hambüchen hält die Organisation in Rio de Janeiro ebenfalls für gewöhnungsbedürftig. "Mit der Hygiene ist es manchmal ein bisschen schwierig. Die Organisation ist schon ein bisschen chaotisch", sagte Hambüchen in der internationalen Zone des olympischen Dorfs. Mit Blick auf seine vierten Olympischen Spiele sagte er: "Von der Organisation, von den Rahmenbedingungen würde es für mich Platz vier belegen. Die europäischen Standards in London waren etwas ganz Anderes. Südamerika ist halt so wie es ist. Wer schon mal hier in der Gegend war, der weiß, dass das hier normal ist oder sogar Luxus im Vergleich zu dem, was sonst noch abgeht in dem Land."

Als Beispiele nannte Hambüchen kaltes Wasser bei den deutschen Leichtathleten im olympischen Dorf und die brasilianische Gewohnheit, Toilettenpapier in einen Mülleimer statt in die Schüssel zu werfen. Auf der anderen Seite seien die Kontrollen vor dem Einturnen störend genau: "Kurz vorm Wettkampf werden da auf einmal noch die Logos auf dem Trikot mit dem Maßband abgemessen."

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