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Olympia 2016: Del Potro fordert Murray im Tennis-Finale

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Olympia 2016 - Tennis  

Nach Halbfinal-Krimi: Del Potro fordert Murray im Finale

14.08.2016, 08:08 Uhr | dpa

Olympia 2016: Del Potro fordert Murray im Tennis-Finale. Juan Martin del Potro konnte sein Glück kaum fassen.

Juan Martin del Potro konnte sein Glück kaum fassen. Foto: Lukas Schulze. (Quelle: dpa)

Rio de Janeiro (dpa) - Auch ohne Novak Djokovic und Roger Federer kommt es beim olympischen Tennis-Turnier in Rio zu einem reizvollen Endspiel. Der frühere US-Open-Sieger Juan Martin del Potro aus Argentinien fordert nach einem Halbfinal-Krimi London-Olympiasieger Andy Murray.

Im umkämpften Vorschlussrunden-Duell mit dem spanischen Tennis-Star Rafael Nadal behielt del Potro mit 5:7, 6:4, 7:6 (7:5) die Oberhand. Deutlich weniger Probleme hatte der Brite Murray bei seinem lockeren 6:1, 6:4 in nur 80 Minuten gegen den Japaner Kei Nishikori.

Dem schottischen Weltranglisten-Zweiten bietet sich die Chance, als erster Tennisprofi im Einzel seinen Olympiasieg zu wiederholen. "Das ist nicht einfach, darum hat es noch keiner geschafft", sagte Murray. "Ich bin glücklich, eine Medaille sicher zu haben, aber natürlich ist Gold das Ziel." Schon mit der sicheren Silbermedaille ist Murray der einzige Einzelspieler im Tennis neben dem deutschen Idol Steffi Graf mit einer zweiten Plakette vier Jahre nach seinem Olympiasieg.

Del Potro und Nadal, der 2008 Einzel-Gold geholt hatte, lieferten sich ein packendes Duell über 3:08 Stunden. Der Argentinier führte im ersten Satz schon 3:1 und ließ sich nicht davon irritieren, dass er den Durchgang noch verlor. Im dritten Satz schien Del Potro zum 5:4 schon das vorentscheidende Break gelungen zu sein. Der 27-Jährige schlug zum Matchgewinn auf, verlor sein Aufschlagspiel aber zu Null. Anschließend konnte er drei Breakbälle nacheinander nicht nutzen, musste in den Tiebreak und profitierte dort beim zweiten Matchball von einem Fehler Nadals. Die argentinischen Fans feierten Del Potro nach dem Sieg stürmisch.

In der ersten Runde hatte der Bronzemedaillen-Gewinner von 2012 den serbischen Topfavoriten Novak Djokovic ausgeschaltet. Del Potro, der 2009 die US Open gewann, hat eine lange Leidenszeit mit drei Handgelenks-Operationen hinter sich und muss sich von Weltranglisten-Platz 141 wieder nach vorne arbeiten.

Nadal hatte aufgrund einer bei den French Open erlittenen Handgelenksverletzung keine Matchpraxis mehr vor Olympia sammeln können. Bis kurz vor Beginn der Sommerspiele hatte ein Verzicht auf das Einzel im Raum gestanden. An der Seite seines Freundes Marc Lopez jubelte die frühere Nummer eins bereits über Gold im Doppel. Der Mallorquiner kämpft gegen den Weltranglisten-Siebten Nishikori um Einzel-Bronze. Sein langjähriger Schweizer Rivale Federer war gar nicht erst nach Brasilien gereist, weil er aus gesundheitlichen Gründen seine Saison vorzeitig beendete.

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