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Olympia 2016: IOC-Funktionär offenbar in Rio verhaftet

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Zugriff um sechs Uhr morgens  

Medien: IOC-Funktionär in Rio verhaftet

17.08.2016, 15:45 Uhr | sid

Olympia 2016: IOC-Funktionär offenbar in Rio verhaftet. Patrick Hickey (re.) - hier im Gespräch mit IOC-Präsident Thomas Bach - soll an illegalen Ticketverkäufen beteiligt gewesen sein. (Quelle: imago/CTK Photo)

Patrick Hickey (re.) - hier im Gespräch mit IOC-Präsident Thomas Bach - soll an illegalen Ticketverkäufen beteiligt gewesen sein. (Quelle: CTK Photo/imago)

Den Olympischen Spielen droht ein handfester Skandal: Das ranghohe IOC-Exekutivmitglied Patrick Hickey aus Irland ist Medienberichten zufolge am Rande der Spiele von Rio de Janeiro wegen des Verdachts auf Schwarzhandel mit Eintrittskarten verhaftet worden.

Hickey gehört zum engsten Machtzirkel des deutschen IOC-Präsidenten Thomas Bach.

Nach seiner Verhaftung und aufgrund gesundheitlicher Probleme legte Hickey seine Ämter bis zur Klärung des Falls vorübergehend nieder: unter anderem das Amt des Präsidenten des Irischen Olympischen Komitees (OCI), das Amt des Präsidenten des Europäischen Olympischen Komitees (EOC) sowie seine IOC-Mitgliedschaft. Das teilte das OCI auf seiner Internseite mit.

Haftbefehle wegen "illegaler Ticketverkäufe"

Der Zugriff sei um kurz nach sechs Uhr morgens im Hotel Windsor Marapendi erfolgt.

Die brasilianischen Behörden hatten zuvor bereits Haftbefehle gegen vier Funktionäre des Hospitality-Anbieters THG Sports mit Sitz in London erlassen. Der irische Geschäftsführer Kevin James Mallon wurde inhaftiert. Begründung war eine "Beteiligung an einem System illegaler Ticketverkäufe zu Preisen weit über dem Wert".

Unregelmäßigkeiten bei Ticketverteilung

Wegen vermeintlicher Unregelmäßigkeiten bei der Ticketverteilung über das irische olympische Komitee (OCI) hatte der irische Sportminister Shane Ross in Rio bereits das Gespräch mit dessen Präsidenten gesucht - Patrick Hickey. Das OCI hatte eine interne Untersuchungskommission eingerichtet.

IOC verweist auf Unschuldsvermutung

Das IOC betonte, dass im Falle Hickeys die Unschuldsvermutung gelte. "Wir müssen abwarten, welche Anschuldigungen sich ergeben. Wir sind überzeugt, dass jeder unschuldig ist, solange sich nicht andere Fakten ergeben", sagte IOC-Sprecher Mark Adams.

"Herr Hickey hat das Recht darauf, dass man seine Unschuld annimmt, also wollen wir keine voreiligenden Schlüsse ziehen", sagte Adams. Er betonte, dass das IOC "noch immer die Fakten" sammle. Ein Statement von IOC-Präsident Thomas Bach zur Sache wollte Adams nicht abgeben: "Herr Bach will auch erst Sicherheit über die Sachverhalte haben."

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