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Fabian Hambüchen kritisiert IOC und Thomas Bach

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Wegen Russlands Staatsdoping  

Hambüchen übt heftige Kritik an Bach und IOC

24.08.2016, 15:43 Uhr | dpa

Fabian Hambüchen kritisiert IOC und Thomas Bach. Fabian Hambüchen (Quelle: dpa)

Fabian Hambüchen (Quelle: dpa)

Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen hat heftige Kritik am Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und seinem Präsidenten Thomas Bach geübt.

Zur Entscheidung, Russland nicht komplett von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro auszuschließen, sagte er dem Magazin "Stern": "Ich bin eigentlich kein Fan davon, alle zu verbannen. Aber wenn zuverlässige Dopingkontrollen nicht gewährleistet werden, muss man vielleicht eine ganze Nation sperren. Auf den Tisch hauen. So geht es einfach nicht weiter."

Auch Bach kommt nicht gut weg

Hambüchen kritisierte IOC-Präsident Thomas Bach auch persönlich: "Diese Doping-Problematik ist halt brutal, und da hat er nicht gerade gepunktet."

Wenig Verständnis zeigte der 28-Jährige zudem für die Entscheidung des IOC, die russische 800-Meter-Läuferin Julia Stepanowa von den Wettkämpfen auszuschließen.

"Fatales Signal an alle Whistleblower"

Stepanowa hatte zusammen mit ihrem Mann flächendeckendes staatliches Doping in der russischen Leichtathletik aufgedeckt. "Sie ist die Einzige, die sich ethisch korrekt verhalten hat. Das war definitiv ein fatales Signal für alle Whistleblower und jene, die sich mit dem Gedanken tragen, auszupacken", sagte Hambüchen, der sich in Rio Olympia-Gold am Reck gesichert hatte.

Ärger über "kleinkarierte Kacke"

Unterdessen ließ aus Sicht des Turners die Organisation der Spiele stark zu wünschen übrig. "Die Organisation, Hygiene, Unterbringung und Verpflegung - das war schon grenzwertig", meinte er.

Die "Krönung" seien die kleinkarierten Regeln des IOC gewesen: "Du bist in der Halle und dann kommt plötzlich so 'ne IOC-Frau und vermisst die Logos auf Deinem Trikot mit einem Zentimeterband. Ich habe sie später nur noch Sheriff genannt. Ich sag: Sind Sie bescheuert, gnädige Frau? Ich muss gleich in den Wettkampf. Das ist kleinkarierte Kacke", beschwerte sich der Reck-Spezialist und fügte hinzu: "Es gibt tausend Regeln, und wenn Du bei Facebook bist, merkst Du, dass sich keiner daran hält. Nur wir Deutschen."


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