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Radsport  

Jaksche trainiert schon fürs erste Rennen

04.11.2007, 12:53 Uhr | dpa

Jörg Jaksche (Foto: imago)Jörg Jaksche (Foto: imago) Die geständigen Doping-Sünder Jörg Jaksche und Patrik Sinkewitz träumen von der am 5. Juli beginnenden Tour de France 2008. Der 31-jährige Jaksche, auf den als erster Radsportler die Kronzeugen-Regelung angewendet wurde, ist noch bis 2. Juli 2008 gesperrt - ein Gnadengesuch beim für ihn zuständigen Österreichischen Verband soll ihm aber zwei Monate früher in den Sattel helfen. Sinkewitz, wie der vier Jahre ältere Jaksche von Rechtsanwalt Michael Lehner vertreten, hofft auf die Anwendung der Kronzeugen-Regelung und eine Straf-Reduzierung auf ein Viertel der ursprünglich vorgesehenen zwei Jahre Sperre. Auf der Welt-Anti-Doping-Konferenz vom 15. bis 17. November in Madrid könnte ein neuer Code verabschiedet werden, der diese Regelung vorsieht. Von der Konferenz in Madrid verspricht sich auch Jaksche Rückenwind für sein geplantes Comeback.

"Ich will zurück"


Das Sportgericht des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) könnte schon in der kommenden Woche über die Sinkewitz-Strafe entscheiden. Wenn wie im Fall Jaksche das Datum des Geständnisses zur Bemessung der Sperre maßgeblich ist, könnte der des Testosteron-Dopings überführte Hesse im günstigsten Fall im Mai zurück sein. "Wenn alles optimal läuft, könnte Patrik die nächste Tour bestreiten", meinte sein Anwalt. Allerdings müsste der ehemalige T-Mobile-Profi, der mit seiner Beichte in der vergangenen Woche für Furore sorgte, erstmal wieder ein Team finden. Genau wie Jaksche, der hofft, ebenfalls schon im Mai 2008 als Geläuterter im alten Metier wieder Fuß zu fassen. "Ich trainiere wieder und hatte bereits gute Gespräche, auch mit einem ProTour-Team. Ich will zurück", sagte der Franke.

Rückkehr zu T-Mobile?


Jaksche, in den vergangenen Monaten in Talkshows, Podiums-Diskussionen und bei Buch-Vorstellungen eine Art Reisender in Anti- Doping-Sachen, wird nicht konkret, hat aber offensichtlich auch schon mit T-Mobile gesprochen. Jedenfalls lobte er seinen früheren Arbeitgeber für dessen glaubwürdigen Anti-Doping- Kampf und sprach sich für eine Art Schlussstrich-Politik aus: "Weitere Aussagen und Beschuldigungen bringen uns doch jetzt nicht mehr weiter. Wir wissen jetzt, wie es war. Jetzt sollten wir nach vorne schauen und sehen, dass sich ein Anti-Doping-Programm wie es T-Mobile betreibt, weiter etabliert. So hat der Radsport noch eine Chance", meinte Jaksche. Team-Manager Bob Stapleton hatte eine Jaksche-Rückkehr in einem "Welt"-Interview nicht kategorisch ausgeschlossen.

"

Jeder weiß, was auf dem Spiel steht"


Jaksche, der jahrelanges Doping mit den handelsüblichen Wundermitteln der Branche gestand, glaubt zukünftig auch ohne Manipulation mithalten zu können. Er glaubt an steigende Chancengleichheit durch harte Anti-Doping-Maßnahmen: Das Risiko, erwischt zu werden, sei enorm gestiegen: "Immer mehr Fahrer kapieren, um was es geht, und was auf dem Spiel steht." Jaksche weiter: "Man muss sich die Rennen, in denen man was zeigen will, noch genauer aussuchen und gezielter trainieren."

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