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Radsport - Doping: Sinkewitz und Jaksche wehren sich gegen Fothens Kritik

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Radsport  

Fothen-Kritik: Beschuldigte wehren sich

16.11.2007, 10:18 Uhr | dpa, sid

Patrik Sinkewitz (li.) und Jörg Jaksche (Foto: imago)Patrik Sinkewitz (li.) und Jörg Jaksche (Foto: imago)Vor dem Hintergrund von Aussagen und Anschuldigungen im Zusammenhang mit Doping sind sich die geständigen Jörg Jaksche und Patrik Sinkewitz mit Markus Fothen in die Haare geraten. Jörg Jaksche hat seinerseits Markus Fothen vom Team Gerolsteiner Doping-Manipulationen vorgeworfen. "Auch er war schon mal positiv auf Cortison getestet. Das konnte man damals leicht mit einem gefälschten Attest aus der Welt schaffen", hatte Jaksche, der durch die Anwendung der Kronzeugen-Regelung auf eine rasche Rückkehr in den Radsport hofft, bei einer Podiums-Diskussion in der Sporthochschule Köln zum Thema "Doping im Radsport" erklärt. In der Folge einer Augen-Operation hatte Fothen, der als Hoffnungsträger unter den deutschen Rundfahrt-Spezialisten gilt, nach eigenen Angaben 2004 cortisonhaltige Augentropfen verschrieben bekommen.

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"Nicht auf diesem Niveau"

Fothen nahm zu den Jaksche-Vorwürfen nur insofern Stellung, dass er noch einmal die Umstände der Cortison-Gabe beschrieb, ansonsten wollte er sich "nicht auf dieses Niveau" begeben. "2004 bekam ich nach einer Augen-Operation cortisonhaltige Augentropfen verschrieben und habe das mit einem Attest belegt. Darüber hatte ich den Weltverband UCI, der Spuren von Cortison in einer Wettkampf-Kontrolle festgestellt hatte, und den Bund Deutscher Radfahrer informiert", erklärte der 26-jährige Fothen.

"Zweite Chance verdient"

Auch Patrik Sinkewitz hat sich gegen die verbale Attacke des Gerolsteiner-Profis zur Wehr gesetzt. "Wenn Herr Fothen so ein reines Gewissen hat, kann er solche Aussagen gerne machen. Ich denke aber nicht, dass diese hilfreich sind", sagte der frühere T-Mobile-Profi gegenüber der ARD. Fothen widerspreche sich seiner Meinung nach, erklärte Sinkewitz: "Einerseits will er einen sauberen Sport, andererseits hat er kein Verständnis für Leute, die da helfen wollen. Kein Fahrer wird etwas zugeben, bevor es nicht bewiesen ist. Es gibt bis jetzt wenige oder niemanden, die dabei so geholfen haben wie Jörg Jaksche oder ich. Und wir haben auch keine Kollegen angeschwärzt." Fothen verfolge vielleicht das Ziel, sich "zu profilieren", indem er auf andere zeige, vermutet Sinkewitz, der meint, sich mit der Aussage "bislang keinen Gefallen getan" zu haben. Dopingsünder hätten wie jeder "eine zweite Chance verdient. An einer Bestrafung kommt man natürlich nicht vorbei. Aber dass man ein lebenslanges Berufsverbot erteilt, ist sicher falsch."

Absolutes "No-Go"

Vor Jaksches Verbal-Attacke hatte sich Fothen in einem ARD-Interview strikt dagegen ausgesprochen, dass der geständige Jaksche und Patrik Sinkewitz in den Radsport zurückkehren: "Erst ewig leugnen und dann nach Überführung alles zugeben, um möglichst ins Kronzeugen-Programm zu rutschen und eine Strafreduzierung zu erlangen ist echt ein No-Go. Wenn Jörg und Patrik über Systeme, konkrete Doping-Praktiken und Hintermänner auspacken, ist das gut und hilfreich. Sie sollen sagen, was auf dem Markt ist, wonach die Fahnder suchen sollen, um nicht immer einen Schritt hinterher zu hinken. Aber dass solche Leute zurück in den Radsport wollen, ist ein Unding".

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