Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Radsport - Doping: Eufemiano Fuentes mit indirekten Äußerungen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Radsport  

Fuentes: Keine Rundfahrt nur mit "Wasser und Brot"

06.12.2007, 12:37 Uhr | dpa

Eufemiano Fuentes (Foto: dpa)Eufemiano Fuentes (Foto: dpa) Der umstrittene Doping-Arzt Eufemiano Fuentes ist bei einem Sportmediziner-Kongress zu Beginn der Woche in Gran Canaria nach langer Zeit wieder öffentlich aufgetreten. Zu den Vorwürfen gegen ihn äußerte sich der 52 Jahre alte Frauenarzt aus Madrid, über den auch der inzwischen zurückgetretene und unter schweren Doping-Verdacht geratene Jan Ullrich stolperte, nicht. Das Verfahren gegen den Arzt in Spanien ist in der Schwebe, nachdem die Staatsanwaltschaft Berufung gegen die Einstellung eingelegt hatte.

Radsport Telekom steigt aus dem Sattel
Gerolsteiner-Zukunft Entscheidung fällt im Mai
Team Astana Ausstehende Gehälter werden gezahlt

Radikale Änderung nötig

Große Rundfahrten im Radsport, wie die Tour de France oder die Vuelta seien nicht "mit Wasser und Brot" zu bewältigen, "es sei denn, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 28 Stundenkilometern, aber nicht bei den üblichen 42", sagte Fuentes im Internetdienst "cyclingnews" und unterstrich damit indirekt, die aus einer Sicht vorhandene Notwendigkeit zu dopen. Die Länder-Rundfahrten müssten sich radikal ändern, "sonst werden sie verschwinden", meinte Fuentes weiter.

Zum Durchklicken Vom Team Telekom bis zum Ende des T-Mobile Teams
Zum Durchklicken Geständige Dopingsünder



Für den größten Skandal gesorgt

Die "Operacion Puerto" mit Fuentes im Mittelpunkt hatte im Mai 2006 für den größten Doping-Skandal im Radsport gesorgt. Die Auswirkungen, wie der Ausstieg des größten deutschen Sport-Sponsors Telekom nach 16 Jahren, sind noch heute zu spüren. Fuentes soll demnächst in Spanien im Prozess zwischen Ullrich und dem Molekular- Biologen Werner Franke aussagen.

"Radprofis kennen ihr Risiko"

"Radsport - das ist etwas aus der Vergangenheit mit vielen guten Erinnerungen", sagte Fuentes. Radprofis seien "wie Minenarbeiter, sie kennen ihr Risiko, aber es ist ihre Arbeit." Sport würde "die Gesundheit beeinträchtigen und Ärzte müssen helfen", erläuterte Fuentes, bei dem viele Radprofis, unter ihnen der geständige Jörg Jaksche, der weiter leugnende Ullrich und der gesperrte Italiener Ivan Basso Blutdoping vorgenommen haben sollen. Am Beispiel des an Herzversagen gestorbenen Fußballers des FC Sevilla, Antonio Puerta, kritisierte Fuentes, "dass zu wenig in Vorsorge-Untersuchungen investiert würde, aber zu viel in Strafen".

Fuentes im Zeugenstand

Nach einer Entscheidung des Hamburger Landgerichts soll Fuentes im Rahmen des Rechtsstreits zwischen Ullrich und Franke als Zeuge vernommen werden. Erstmals seien von Fuentes authentische Aussagen über sein Doping-Netzwerk zu erwarten: "Vielleicht sind ja auch Fragen nach anderen Sportarten erlaubt", hatte Franke der Deutschen Presse Agentur dpa erklärt.

Überweisungen nachgewiesen

Ullrich hatte Franke per Einstweiliger Verfügung die Behauptung untersagen lassen, er habe Fuentes im vergangenen Jahr 35.000 Euro zur Anschaffung von illegalen Substanzen gezahlt. Zuletzt sprach Franke sogar von insgesamt 120.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft Bonn hat mittlerweile eine Ullrich-Überweisung an Fuentes von 25.000 Euro nachgewiesen. Neun bei Fuentes gelagerte Blutbeutel - insgesamt 4,5 Liter - wurden durch eine DNA-Analyse dazu eindeutig dem Ex-Kapitän des T-Mobile Teams zugeordnet.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal