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Radsport - Doping  

Alexander Winokurow beendet die Karriere

07.12.2007, 11:31 Uhr | sid

Alexander Winokurow (Foto: imago)Alexander Winokurow (Foto: imago) Einen Tag nachdem er von seinem nationalen Verband für ein Jahr gesperrt wurde, hat Dopingsünder Alexander Winokurow seinen Rücktritt vom Radsport erklärt. "Ich höre auf. Ich will mit diesem Sport nichts mehr zu tun haben. Ich schlage die Tür zu und gehe", sagte der ehemalige Profi des Teams Telekom und T-Mobile Teams auf einer Pressekonferenz in der kasachischen Stadt Almaty .

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"Ich will meine Ehre wiederherstellen"

"Es ist schade, dass meine Karriere so endet, aber ich will meine Ehre wiederherstellen. Ich will beweisen, dass ich unschuldig bin und die Testergebnisse eine Farce sind", führte Winokurow aus, der wegen Blutdopings überraschend nur für ein Jahr bis Juli 2008 gesperrt worden war. Damit wäre der 34-Jährige bei den Olympischen Spielen im August 2008 in Peking startberechtigt gewesen. Der Weltverband UCI hatte sich von dem milden Urteil überrascht gezeigt und will das Urteil prüfen.

Zum Durchklicken Vom Team Telekom bis zum Ende des T-Mobile Teams
Zum Durchklicken Geständige Dopingsünder

Fremdblut-Doping

Winokurow war nach der 13. Etappe der diesjährigen Tour de France Fremdblut-Doping nachgewiesen worden, woraufhin er von seinem Rennstall Astana entlassen und die komplette Mannschaft aus der Rundfahrt zurückgezogen worden war. Der Radstar selbst hat bislang vehement bestritten, jemals gedopt zu haben. Seinen positiven Befund hatte er mit absurden medizinischen Theorien zu erklären versucht.

Olympiadritter in Sydney 2000

Winokurow wurde im Jahr 1998 Profi beim französischen Rennstall Casino. Nachdem der Kasache 1999 unter anderem die Dauphine Libere gewonnen hatte, wechselte er zum Team Telekom. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney wurde der dreifache Vater im Straßenrennen Zweiter hinter Jan Ullrich, im Jahr darauf gewann er die Deutschland-Tour. Der Allrounder siegte 2002 bei der Frühjahrs-Fernfahrt Paris-Nizza. Wegen eines Etappensieges bei der Tour de Suisse wurde dort ein bisher namenloser Berg nach ihm benannt.

Kasachisches Team organisiert

In seinem erfolgreichsten Jahr 2003 gewann er erneut Paris-Nizza, das Amstel Gold Race, die Tour de Suisse und wurde Dritter bei der Tour. Nach den durchwachsenen Jahren 2004 und 2005 kehrte Winokurow dem jetzt in T-MobileTeam umbenannten Rennstall den Rücken und schloss sich der spanischen Equipe Liberty Seguros an. Als diese durch den Dopingskandal um den Arzt Eufemiano Fuentes zerbrach, organisierte Winokurow selbst in seiner kasachischen Heimat neue Geldgeber, die die Mannschaft unter dem Namen Astana übernahmen. Wegen zwei Etappensiegen bei der Dauphine Libere und durch seine mit starken Bergfahrern gespickten Mannschaft galt Winokurow als Top-Favorit der Tour de France, wo er nach seinen zwei Etappensiegen aus dem Rennen genommen wurde.


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