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Radsport - Doping: Schenk greift Böhmer an

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Fall Sinkewitz: Schenk greift Böhmer an

08.12.2007, 15:30 Uhr | dpa

Sylvia Schenk (Foto: imago)Sylvia Schenk (Foto: imago) Die frühere Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), Sylvia Schenk, hat ihren Vorgänger Manfred Böhmer im Fall des von der WM 2000 heimgeschickten Patrik Sinkewitz belastet. "Ein junger Fahrer sei heimgeschickt worden, offiziell wegen Erkältung oder so - tatsächlich sei er aber bei einer internen Untersuchung aufgefallen. Böhmer sagte mir, er kümmert sich um das Problem, er habe es im Griff", berichtete Schenk in der "Süddeutschen Zeitung" von einem angeblichen Gespräch mit Böhmer. Sinkewitz selbst hatte Ende November zugegeben, bei den Titelkämpfen in Plouay mit Epo gedopt zu haben.

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Notwendige Konsequenzen gezogen

Die 55-Jährige hatte damals jedoch nicht den Eindruck, dass etwas vertuscht werden sollte. "Das EPO im Spiel war, wissen wir erst seit zwei Wochen. Auch halte ich es für eine richtige Vorgehensweise, gegen einen 19-Jährigen nicht den großen Hammer rauszuholen", meinte die 2004 nach internen Querelen zurückgetretene Ex-Leichtathletin. Schenk wehrt sich zudem gegen die Vorwürfe des amtierenden BDR-Präsidenten Rudolf Scharping, sie hätte sich als Böhmers Nachfolgerin nicht um die Sache gekümmert. "Die notwendigen Konsequenzen waren sofort gezogen worden. Auf die Idee, ich müsste womöglich den Bundestrainer fragen, ob er EPO gegeben hat, kam ich nicht', erklärte die Ex-Funktionärin.

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Gezielte Kontrollen veranlasst

Heute falle es ihr jedoch schwer zu glauben, dass Böhmer, der den BDR von 1997 bis 2001 führte, von den Dopingpraktiken der Athleten keine Ahnung hatte: "Böhmer war einer, der sich sehr gut auskannte." Nach seiner Krebserkrankung ist der Ex-Präsident vor Jahren nach Kanada ausgewandert. Die Vorsitzende der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International sagte, dass sie Sinkewitz' Karriere zunächst nicht weiter verfolgt habe. Erst als der Hesse 2004 die Deutschland-Tour gewann, sei sie misstrauisch geworden und habe die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) informiert. "Seien sie so nett und machen sie gezielte Kontrollen bei Sinkewitz", habe Schenk damals der NADA gesagt

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