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Radsport - Sechstagerennen: Bartko gewinnt das Duell gegen Zabel

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Radsport  

Bartko gewinnt das Duell gegen Zabel

16.01.2008, 13:42 Uhr | dpa

Iljo Keisse (li.) und Robert Bartko (Foto: imago)Iljo Keisse (li.) und Robert Bartko (Foto: imago) In einem Herzschlagfinale haben die Radprofis Robert Bartko/Iljo Keisse das 44. Bremer Sechstagerennen gewonnen. Das Duo setzte sich gegen das rundengleiche Team Erik Zabel/Leif Lampater mit einem hauchdünnen Vorsprung von zwei Punkten durch. Die entscheidende Attacke fuhren Bartko und sein kongenialer belgischer Partner vier Runden vor Schluss. Vorjahressieger Zabel und Lampater konnten nicht mehr aufschließen, als "Flandernpfeil" Keisse in der letzten Wertung als Erster über den Zielstrich raste.

Zweiter Sieg für Bartko

"Robert und Iljo waren das kompletteste Team über die gesamten sechs Tage. Sie haben absolut verdient gewonnen", kommentierte der Sportliche Leiter und frühere Sechstage-Kaiser Patrick Sercu den Ausgang. Für Bahn-Olympiasieger Bartko ist es nach 2005 der zweite Erfolg in der Hansestadt. Keisse, in dieser Saison bereits Sieger in Gent und Amsterdam, gewann erstmals in Bremen. "Das war mein erklärtes Ziel. Ich war hoch motiviert und bin überglücklich, dass es mir gelungen ist", erklärte der 25-Jährige.

Zabel zollt den Siegern Respekt

"Respekt vor der Leistung von Iljo und Robert", sagte Erik Zabel, "aber 2009 kommen Leif und ich wieder. Mal sehen, wer dann auf der Eins steht." Der Milram-Profi, im Januar 2007 mit dem Schweizer Bruno Risi noch viel umjubelter Sieger, verlor in Bremen nicht nur das Finale. Er musste nach seinem Doping-Geständnis im Frühsommer 2007 auch die Rolle des Publikumslieblings an Iljo Keisse abtreten. Die Begeisterung für Deutschlands Sportler des Jahres 2001 fiel diesmal nicht so stürmisch aus.

Tränen beim Abschied

Das sportliche Finale sorgte für Spannung pur, die Verabschiedung von Guido Fulst, Gerd Dörich und Lokalmatador Andreas Kappes sorgte für große Emotionen. Gerd Dörich, bei insgesamt 170 Sechstagerennen am Start, konnte seine Tränen nicht zurückhalten. Auch Andreas Kappes musste mächtig schlucken. 21 Mal ist der inzwischen 42-Jährige in seiner Heimatstadt an den Start gegangen, sechsmal konnte er das Rennen in Bremen gewinnen. Insgesamt stehen 24 Sechstage-Siege, 25 zweite Plätze sowie 25 dritte Plätze in der Statistik von Kappes.

Zum Schluss nur Rang zehn

Bei seinem Bremer Abschiedsrennen reichte es für ihn an der Seite von Alexander Aeschbach (Schweiz) zu Rang zehn. "Mehr ist nicht mehr drin, das war das Maximum", sagte Kappes. Seine Verabschiedung bezeichnete er als den bewegendsten Moment in all den Jahren bei den Bremer Sixdays. Kappes, der in seiner Zeit als Straßenprofi fünfmal die Tour de France zu Ende gefahren war und Etappen beim Giro d'Italia sowie den Halbklassiker Het Volk gewinnen konnte, sieht seine Zukunft als sportlicher Leiter im Radsport.

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