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Radsport  

Keine Einladung zur Tour für Astana

13.02.2008, 16:18 Uhr | dpa, sid

Andreas Klöden im Dress vom Team Astana (Foto: imago)Andreas Klöden im Dress vom Team Astana (Foto: imago) Dem besten deutschen Radprofi Andreas Klöden droht eine Saison unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Veranstalter der Tour de France luden Klödens Astana-Team für die diesjährige Frankreich-Rundfahrt aus und folgten dem Beispiel der Organisatoren des Giro d'Italia. Damit kann auch der spanische Tour-Sieger Alberto Contador sein Gelbes Trikot nicht verteidigen. "Es gibt keine Chance, dass Astana bei der Tour startet. Astana ist bei keinem der Rennen willkommen, die wir 2008 organisieren", sagte Sprecher Matthieu Desplats vom Tour-Veranstalter ASO.

High Road Dem neuen Team droht der Radsport-GAU

Ein klares Zeichen im Anti-Doping-Kampf

Sieben Monate nach der Skandal-Tour 2007, bei der Astana-Kapitän Alexander Winokurow des Fremdblut-Dopings überführt und der dänische Spitzenreiter Michael Rasmussen ausgeschlossen worden war, sorgt die Frankreich-Rundfahrt wieder für Schlagzeilen. Doch diesmal will ASO mit dem Astana-Ausschluss 142 Tage vor dem Start am 5. Juli in Brest präventiv ein klares Zeichen im Anti-Doping-Kampf setzen und nimmt damit auch den möglichen Unmut von Zuschauern und Teams in Kauf. "Astana hat das Vertrauen der Veranstalter in den vergangenen Jahren missbraucht", hieß es in einer ASO-Erklärung.

Astana könnte eine neue Chance bekommen

Zugleich betonten die Tour-Veranstalter, die mit dem Weltverband UCI im Dauerclinch liegen und eine eigene Rennserie ins Leben gerufen haben, dass der kasachische Rennstall künftig eventuell wieder eine Chance bekommen könnte: "ASO wird aufmerksam verfolgen, welche Anstrengungen Astana unternimmt, um die Saison 2008 ohne Affären und Verdächtigungen zu absolvieren." Desplats konkretisierte: "Falls Astana ein Jahr lang in keinen Dopingfall verwickelt ist, werden wir den Fall neu betrachten."

Auch beim Giro d'Italia nicht am Start

Doch zumindest in dieser Saison müssen Klöden und Co. die Saisonhöhepunkte aus der Ferne verfolgen. Für die neu ausgerichtete Mannschaft des Belgiers Johan Bruyneel ist die Rote Karte durch die ASO der zweite schwere Schlag. Vor zehn Tagen hatte Astana bereits das Aus für den am 10. Mai beginnenden Giro d'Italia hinnehmen müssen. Besonders bitter: Nach der Verpflichtung von Titelverteidiger Contador und des US-Amerikaners Levi Leipheimer hätte der Rennstall bei beiden Rennen drei aussichtsreiche Anwärter für das Podium gehabt.

Neues Team mit neuen Gesichtern

Während der vergangenen Tour war der Kasache Winokurow in Diensten von Astana des Fremdblut-Dopings überführt worden. Kurz nach Winokurow, dessen Enttarnung zum Tour-Rückzug des gesamten Teams führte, wurde auch sein Landsmann Andrej Kaschetschkin wegen des gleichen Vergehens belangt. Bereits Ende April war der Nürnberger Matthias Kessler positiv auf Testosteron getestet worden. Alle drei Fahrer sind nicht mehr für Astana aktiv. Stattdessen hat Bruyneel, der als Regisseur der Siegesserie des siebenfachen Tour-Champions Lance Armstrong (USA) gilt, ein neues Team mit neuen Gesichtern aufgebaut. Doch die bekommen die Radsport-Fans bei Tour und Giro nicht zu sehen.

High Road muss um Tour-Ticket bangen

Ebenfalls nicht beim Giro am Start wird das neu formierte Team High Road sein. Bei der T-Mobile Nachfolge-Mannschaft hatte die Rennleitung aufgrund der Doping-Vorfälle sich ebenfalls dazu entschlossen, diese nicht teilnehmen zu lassen. Und auch bei der Tour de France könnte High Road zum Zuschauen verdammt werden. So zitiert die spanische Sportzeitung "AS" eine "der Tour-Organisation nahestehende Person" mit den Worten: "Die Liste der zur Tour eingeladenen Mannschaften könnte noch weitere Überraschungen bereit halten - neben dem Ausschluss Astanas mit Alberto Contador", sagt der angebliche Insider.

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