Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Radsport - Doping: Justiz in Spanien rollt Fall Fuentes neu auf

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Radsport - Doping  

Spanisches Gericht rollt "Operación Puerto" neu auf

15.02.2008, 10:05 Uhr | sid, dpa

Eufemiano Fuentes (Foto: imago)Eufemiano Fuentes (Foto: imago) Fast ein Jahr nach Einstellung der Ermittlungen im großen Radsport-Dopingskandal um den Mediziner Eufemiano Fuentes will die spanische Justiz den Fall neu aufrollen. Das zuständige Gericht in Madrid entschied, die verfügte Einstellung des Verfahrens zu überprüfen, teilte Spaniens oberste Sportbehörde (CSD) mit. Gegen die Einstellung der Ermittlungen in der "Operación Puerto" hatten sowohl die spanische Regierung als auch ein internationaler Radsportlerverband Einspruch erhoben. Diesem gab das Gericht nun statt und erklärte, es gebe im Zusammenhang mit den damals sichergestellten Blutbeuteln Indizien eines Verbrechens.

Italien Neue Ermittlungen
Eufemiano Fuentes "Gesundheit der Athleten zweitrangig"
Eufemiano Fuentes Keine Rundfahrt nur mit "Wasser und Brot"

Antidoping-Gesetz kann nicht rückwirkend angewendet werden

Der zuständige spanische Richter Antonio Serrano hatte die Einstellung des Verfahrens damals damit begründet, dass es in Spanien noch kein Antidoping-Gesetz gab, als der Skandal aufflog. Inzwischen gibt es ein solches Gesetz, es kann nach Ansicht von Juristen aber nicht rückwirkend angewandt werden. Im Zentrum der Dopingaffäre, in die neben rund 50 Radprofis vermutlich auch zahlreiche Leichtathleten, Tennisspieler und Fußballer verwickelt sind, hatte der Mediziner Eufemiano Fuentes gestanden, der aber nie belangt worden war.

Keine Einladung Astana ist nicht bei der Tour de France dabei

Jan Ullrich bestreitet Doping bis heute

Die während der "Operación Puerto" im Mai 2006 noch geltenden Paragrafen stellten "aktive Unterstützung von Doping" nicht unter Strafe. Dies sieht erst das vor einem Jahr in Kraft getretene neue Dopinggesetz vor. Der Dopingskandal war in Gang gekommen, als die Polizei im Mai 2006 bei Razzien in Madrid und Saragossa große Mengen an Steroiden und Hormonen, Medikamente wie das Blutdopingmittel EPO, mehr als 200 Beutel mit tiefgekühltem Blut sowie eine beträchtliche Zahl Blutplasma-Beutel konfisziert hatte. Zu Fuentes' Kunden soll neben den geständigen Radprofis Jörg Jaksche und Ivan Basso auch der frühere Toursieger Jan Ullrich gehört haben, der dies bis heute bestreitet. Bereits im Januar hatte das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal