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Radsport - High Road  

Tour ist für Gerdemann wieder der Höhepunkt

15.02.2008, 16:50 Uhr | dpa

Linus Gerdemann (Foto: imago)Linus Gerdemann (Foto: imago) Die Brücken nach Bonn sind abgebrochen. Nach dem Ausstieg des Telekom-Konzerns nach 16 Jahren Profiradsport ist für T-Mobile-Nachfolger High Road der neue Team-Standort in San Luis Obispo/Kalifornien Programm: Bis auf Teile des Fahrer-Personals erinnert nicht mehr viel an den Vorgänger, der Radsport in Deutschland nach Fußball und Tennis zur Sportart Nummer drei gemacht hatte und die Bühne verließ, als das Thema Doping nicht mehr zu bändigen war. Der erste Schritt an die große Öffentlichkeit soll in der Nacht zu Samstag in einem Theater in Palo Alto die Team- Präsentation sein.

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Das Geld kommt noch aus Bonn

Die 29 High-Road-Fahrer - unter ihnen weiter der Vorzeige-Profi Linus Gerdemann und sieben weitere deutsche Profis - präsentieren sich neuerdings fast ganz in Schwarz und als lupenreines amerikanisches Team. Der neue Firmensitz ist identisch mit der Residenz des Milliardärs Bob Stapleton, der die Mannschaft jetzt in Eigen-Regie führt. Die Mittel dafür kommen vom alten Geldgeber aus Bonn, der vertraglich bis 2010 an Stapleton gebunden war, aber im November vorzeitig wegen des drohenden Image-Schadens absprang. Das hat gekostet. Die Rede ist von etwa 25 Millionen Euro.

Dunkle Wolken haben sich verzogen

Die Saison 2008 für High Road begann sportlich mit Siegen in Australien vielversprechend. Als herbe Ernüchterung wurden die Nicht-Einladung zum Giro d'Italia und Gerüchte der Start-Verweigerung zur Tour de France empfunden. Allerdings scheinen sich die dunklen Wolken inzwischen etwas verzogen zu haben, nachdem Giro-Chef Angelo Zomegnan nun doch Möglichkeiten der Teilnahme angedeutet hat und die Start- Berechtigung für Paris-Nizza High Road Mut für den Saisonhöhepunkt im Juli macht. Das traditionelle Etappenrennen im März wird vom Tour- Organisator ASO veranstaltet, der gerade dem von seiner Doping-Vergangenheit eingeholten Astana-Team die Rote Karte gezeigt hat.

Gerdemann glaubt fest an Tour-Start

Gerdemann, im Vorjahr strahlender Tour-Etappensieger in Le Grand Bornand in den Alpen und für einen Tag Träger des Gelben Trikots, befürchtet keine Restriktionen. "Ich beteilige mich nicht an den Spekulationen zu unserem Giro-Start. Ich kenne Tour-Chef Christian Prudhomme persönlich und ich kann mir nicht vorstellen, dass wir in Frankreich nicht starten", sagte Gerdemann. Der Radprofi wurde auch vom französischen Veranstalter im Vorjahr als Vertreter der "neuen Generation" gefeiert, die mit manchen Gepflogenheiten gebrochen habe.

Erster Europa-Start am 23. Februar

Die Mannschaft versammelte sich vor der Team-Präsentation in Palo Alto zum Trainingslager in Kalifornien. Gerdemann, neben Michael Rogers (Australien) der Kapitän für die Rundfahrten, war nicht nur von den sommerlichen Temperaturen angetan: "Bei mir läuft es gut. Ich bin ohne Krankheit durch den Winter gekommen und setze wie im Vorjahr wieder alles auf die Tour. Unser Team ist für mich eines der stärksten von allen." Der erste Europa-Start für den 25-jährigen Münsteraner, der auch den Giro fahren sollte, ist für den 23. Februar bei der Trofeo Laigueglia in Italien vorgesehen.

Kein Kommentar zur Giro-Ausladung

Im Umgang mit der vorläufigen Ausladung vom Giro, wofür der Rundfahrt-Chef auch die staatsanwaltschaftlich relevante Doping-Vergangenheit des T-Mobile-Teams verantwortlich machte, ist auch diplomatisches Geschick gefragt. "Zu dieser Angelegenheit sagen wir im Augenblick gar nichts, sie ist sehr delikat", erklärte die neue High-Road-Teamsprecherin Kristy Scymgeour vor der Team-Präsentation.

High Road unter Beobachtung

Giro-Chef Zomegnan, der Astana ebenfalls unmissverständlich auslud, hat für die am 10. Mai in Palermo beginnende Italien-Rundfahrt noch einen freien Startplatz und wird "High Road in den kommenden Monaten sehr genau beobachten". Das Stapleton-Team hat sein im Vorjahr installiertes Anti-Doping-Programm für 2008 weiter verfeinert und will auch auf diese Weise punkten.

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