Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Cipollini als Profi und Modeberater

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Radsport  

Cipollini als Profi und Modeberater

19.02.2008, 13:31 Uhr | dpa

Mario Cipollini (Foto: imago)Mario Cipollini (Foto: imago) "Super-Mario" ist zurück - und fährt hinterher. Drei Jahre nach seinem letzten Rennen Mailand - San Remo versucht Mario Cipollini, wieder Fuß zu fassen im Profi-Radsport. Das tut einen Monat vor seinem 41. Geburtstag natürlich besonders weh. Sein Debüt bei der Kalifornien-Rundfahrt im kleinen amerikanischen Rock-Racing-Team des Jeans-Herstellers Mike Ball verlief dann auch wie erwartet: Beim 3,4 Kilometer-Prolog kam der Weltmeister von 2002 über Rang 44 nicht hinaus. Bei der ersten Sprint-Ankunft in Santa Rosa kassierte Cipollini 5:17 Minuten Zeitverlust. "Ich bin so müde", sagte der einstige Super-Sprinter im Ziel.

Kalifornien-Rundfahrt Cancellara gewinnt den Prolog
Algarve-Rundfahrt Zabel und Schumacher am Start

Nebenjob im Jeans-Business

Sein neuer Chef hat den einst so schillernden Radprofi, der zuletzt durch Steuer-Hinterziehung Schlagzeilen machte, aber vielleicht gar nicht wegen dessen sportlicher Perspektive eingestellt. Cipollini soll nicht nur auf der Straße Balls verlängerter Arm sein. Auch in dessen Jeans-Business berät der smarte Italiener den Radsport-Neuling aus den USA, der in der Bekleidungs-Branche jährlich nach eigenen Angaben 500 Millionen Dollar umsetzt. Schon vor dem Start der Kalifornien-Rundfahrt gab Cipollini dem Team-Besitzer den wichtigen Tipp, von einem Sitzstreik aus Verärgerung über die Startverweigerung für drei Rock-Racing-Fahrer auf jeden Fall abzusehen.

Vermeintliche Verstärkungen

"Mike will manchmal ein bisschen mit dem Kopf durch die Wand. Ich habe ihm erklärt, das sich im Radsport viel verändert hat. Es läuft jetzt anders als früher", sagte Cipollini der "Gazzetta dello Sport" und meinte damit vor allem den Umgang mit dem immer präsenten Doping-Thema. Rock Racing hatte sich mit Tyler Hamilton (USA), Santiago Botero (Kolumbien) und Oscar Sevilla (Spanien) prominent vermeintlich verstärkt. Die drei sollten mit Cipollini in die neue Saison starten.

Veranstalter zieht Notbremse

Doch der Veranstalter in Kalifornien zeigte mit Verweis auf mögliche Verwicklungen der drei in die Doping-Affäre Fuentes die Rote Karte. Olympiasieger Hamilton, der im Vorjahr eine zweijährige Doping-Sperre abgesessen hatte, sowie Botero und Sevilla - einst bei T-Mobile auch in Behandlung des berüchtigten Freiburger Ärzte-Teams Heinrich/Schmid - blicken auf eine bewegte Vergangenheit zurück.

Striktes Anti-Doping vom "Doping"-Hersteller

So viel Durchsetzungskraft im Anti-Doping-Kampf war dem Veranstalter nicht unbedingt zugetraut worden. Haupt-Sponsor der drei Jahre alten Kalifornien-Rundfahrt ist seit Bestehen der Arzneimittel-Hersteller Amgen. Verkaufsrenner des Konzerns ist das für Krebs-Patienten gedachte, synthetisch hergestellte Hormon Erythropoietin, kurz EPO.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal