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Bahnrad-WM: Durchwachsene Bilanz des deutschen Teams

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Bahnrad-WM  

Bahnrad-WM: Durchwachsene Bilanz des deutschen Teams

30.03.2008, 21:25 Uhr | dpa

Pollack (li.) und Kluge in Aktion (Foto: imago)Pollack (li.) und Kluge in Aktion (Foto: imago) Medaillen-Soll erfüllt, Peking-Startplätze ergattert, aber auch Olympia-Aus für den Vierer und die Frauen. Mit einer zwiespältigen Bilanz verlassen die deutschen Bahnradfahrer die Weltmeisterschaften in Manchester und starten in die knapp fünfmonatige Vorbereitung auf die Olympischen Spiele. Während der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) mit Podestplätzen in Peking im Teamsprint und im Madison durch die WM-Zweiten Olaf Pollack und Roger Kluge liebäugelt, steht der Verfolger-Bereich um den dreimaligen Weltmeister Robert Bartko vor dem Neuaufbau für die übernächsten Spiele 2012 in London.



Keine deutsche Starterin in Peking

Mit sieben Fahrern geht der BDR in Peking an den Start, nachdem die Sprinter noch zwei zusätzliche Plätze im Einzel und Keirin erobert haben. Neben den fünf Sprintern Robert Förstemann (Gera), Rene Enders (Erfurt), Carsten Bergemann (Chemnitz), Stefan Nimke (Schwerin) und Maximilian Levy (Cottbus) sollen die Cottbuser Pollack und Kluge am 25. Mai durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) nominiert werden. Dagegen verpassten Verfolgerin Verena Jooß (Friesenheim) denkbar knapp, und die Sprinterinnen deutlich die Qualifikation, so dass in Peking zum ersten Mal seit 1988 keine deutsche Bahnrad-Frau bei Olympia am Start ist.



Zufriedenes Gesamtergebnis

"Wir können mit dem Gesamtergebnis zufrieden sein", sagte BDR- Sportdirektor Burckhard Bremer. Mit Silber im Zweier-Mannschaftsfahren sowie jeweils dritten Plätzen in den nicht- olympischen Wettbewerben Keirin durch Christin Muche (Chemnitz) am Sonntagabend, im Scratch durch Aufsteiger Kluge, in der Mannschaftsverfolgung durch Jooß, Charlotte Becker (Unna) und Alexandra Sontheimer (Reute) sowie Dana Glöß (Berlin) und Miriam Welte (Kaiserslautern) im Teamsprint hatte der Verband seine Medaillenausbeute vom Vorjahr (1x Silber, 1x Bronze) deutlich verbessert. "Mit den Medaillen sind wir gut, aber nicht so gut, wie wir gern sein wollen. Uns fehlte eine Goldmedaille", räumte Bremer kritisch ein.

Verfolger machen Sorgen

Größtes Sorgenkind sind die Verfolger. Erstmals seit 1952 ist kein Vierer bei Olympia am Start, zum ersten Mal seit der Olympia-Premiere 1968 auch kein Einerverfolger. Sowohl der Vierer als auch Bartko im Einzel sind der Konkurrenz trotz Saisonbestzeiten chancenlos hinterher gefahren. "Das tut schon weh", bekannte Bremer. Er richtet nun alle Planungen auf 2012 aus. "Nach der WM in Manchester ist vor den Olympischen Spielen in London. Wir werden nun ein Konzept stricken, um dort im Vierer und Einer um die Medaillen zu fahren", kündigte er an. Personelle Konsequenzen sind nicht ausgeschlossen. "Es wird alles auf den Prüfstand kommen. Ob dann personelle Veränderungen dabei rauskommen, wird man sehen", erklärte er.

System muss optimiert werden

Neidisch blickt der Sportdirektor derweil zu den Briten, die sich bei ihrer Heim-WM in einen Goldrausch gefahren haben. Dank zentraler Struktur und Ausnahmekönnern wie den Sprintern Chris Hoy und Victoria Pendelton sowie dem Verfolger Bradley Wiggins hat der WM-Gastgeber die Titelkämpfe in zuvor nicht gekannter Weise dominiert nach 18 Entscheidungen neun Titel eingeheimst. "Wir haben in Deutschland ein föderales System. Aber den Hochleistungssport muss man wie eine Firma sehen. Da gibt es einen Chef und der sagt, was gemacht wird. Wir haben kein schlechtes System, aber es muss optimiert werden", sagte Bremer, der vor allem die Position der Bundestrainer stärken will.

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