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Fumic-Brüder drohen nach Sperre mit Rechtsstreit

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Fumic-Brüder drohen nach Sperre mit Rechtsstreit

17.04.2008, 16:45 Uhr | dpa

Manuel Fumic fürchtet um seine Olympia-Teilnahme (Foto: imago)Manuel Fumic fürchtet um seine Olympia-Teilnahme (Foto: imago) Die Mountainbiker Lado und Manuel Fumic sind vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) für drei Monate gesperrt worden, weil sie gegen Meldeauflagen der Anti-Doping-Agentur NADA verstoßen haben. Die Brüder, die jetzt auch ihren Olympia-Start gefährdet sehen, wollen sich gegen die Bestrafung vor einem ordentlichen Gericht wehren und dabei auch grundsätzliche Fragen der Doping-Überwachung klären. "Dieses Berufsverbot werden wir nicht akzeptieren. Wir haben nicht gedopt", sagt Lado Fumic der "Stuttgarter Zeitung". Der Anwalt der Fahrer kündigte den Gang vor das Frankfurter Landgericht an.

Foto-Show Dopingsünder im Radsport

Zivilgericht könnte Verbandsurteil aushebeln

Eine BDR-Sprecherin bestätigte die Sperre. Die Brüder hätten jetzt innerhalb von 14 Tagen die Möglichkeit einer Revision vor dem Bundesrechtsausschuss des Verbandes. Die mögliche Entscheidung eines Zivilgerichts könnte das Urteil des Verbandes aushebeln. Dies würde womöglich Folgen haben für den Fall einer Nicht-Nominierung für Olympia. Nach den neuen Nominierungsrichtlinien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) dürfen Sportler, die im Zeitraum vor den Spielen eine Sperre abzusitzen hatten, nicht nominiert werden.

Ungereimtheiten bei Meldung von Aufenthaltsorten

Die Fumic-Brüder, die sich durch einige Regelungen des Anti-Doping-Kampfes in ihren Persönlichkeitsrechten beschnitten fühlen, hatten ihre Aufenthaltsorte der NADA nicht auf dem korrekten Formular ausgefüllt, stattdessen nur dem BDR ihre Termine gemeldet. "Sie hatten der NADA mitgeteilt, dass sie technisch nicht permanent in der Lage sind, ihre Daten wie gefordert online in das 'Adams'-System zu geben", sagte BDR-Sprecherin Christina Kapp.

"Sind bereit das bis zum Ende auszufechten"

Manuel Fumic gilt als heißer Medaillenkandidat für die Mountainbike-Wettkämpfe in Peking. "Wir haben nicht betrogen, wir haben nur ein NADA-Formular nicht ausgefüllt, stattdessen in anderer Form unsere feststehenden Termine dem Verband mitgeteilt, bei dem wir die Lizenz beantragt haben. Wir sind dazu bereit, das unter Umständen bis zum Ende auszufechten", sagte Lado Fumic der "Stuttgarter Zeitung".

Weltcup-Start soll per Einstweiliger Verfügung erreicht werden

Markus Höss, der Anwalt der Fumic-Brüder, will beim Landgericht Frankfurt einen Antrag auf Einstweilige Verfügung stellen, damit Manuel und Lado Fumic dieses Wochenende beim ersten Weltcup der neuen Saison im belgischen Houffalize, der als Olympia-Qualifikation gilt, an den Start gehen können. Höss: "Zum einen gehen wir gegen die Sperre vor, zum anderen wollen wir grundsätzliche Fragen klären."

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