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Sinkewitz lehnt Vergleichsangebot vor Gericht ab

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Sinkewitz lehnt Vergleichsangebot vor Gericht ab

24.04.2008, 17:47 Uhr | dpa

Patrik Sinkewitz in Zivil. (Foto: dpa)Patrik Sinkewitz in Zivil. (Foto: dpa) Dem derzeit arbeitslosen Rad-Profi Patrik Sinkewitz droht bei einem Schadensersatz-Prozess wegen Dopings nach eigenen Angaben der finanzielle Ruin. Einen Vergleich mit seinem ehemaligen Sponsor Förstina ließ der geständige Doping-Sünder vor dem Landgericht Fulda platzen. Der Getränkehersteller wirft dem ehemaligen Fahrer des T-Mobile-Teams arglistige Täuschung vor. Deshalb hatte Förstina gegen den 27-Jährigen eine Schadensersatzklage in Höhe von 308.000 Euro eingereicht. Das Gericht schlug vor, sich auf 150.000 Euro zu einigen, doch Sinkewitz lehnte ab. "Ich kann das nicht bezahlen", sagte er. Sinkewitz sei lediglich zur Zahlung einer niedrigen fünfstelligen Summe bereit. Über den Fortgang des Rechtsstreits entscheidet das Gericht Ende Mai.

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Streit um Werbekampagne

Förstina fordert von Sinkewitz teilweise das Honorar und Anteile der Kosten für eine Werbekampagne zurück, die durch die Doping-Schlagzeilen unbrauchbar geworden sei. Den im Januar 2004 mit Sinkewitz geschlossenen Vertrag hatte Förstina gekündigt, nachdem der 27-Jährige im Juli 2007 bei einer Doping-Kontrolle positiv auf Testosteron getestet worden war. Die Kampagne war erst drei Monate vorher gestartet worden, sagte Förstina-Anwalt Christian Schmitt. Der Sprudelwasser-Hersteller gab sich vor Gericht gesprächsbereit, bot Sinkewitz sogar eine Ratenzahlung an. Doch Sinkewitz lehnte ab: "Förstina will aus der Sache nur Profit ziehen. Ich meine, dass mit der Kündigung die Sache erledigt sein müsste."

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Schon über eine Million verloren

Unterdessen verbreitete Sinkewitz nach dem gescheiterten Gütetermin Zuversicht, was seine sportlich Zukunft anbelangt. Es gebe Gespräche mit potenziellen Arbeitgebern. "Ich bin optimistisch, dass ich im Sommer wieder für ein Team fahren und interessant sein werde", sagte Sinkewitz. Doch trotz eines eventuell winkenden Vertrages sieht sich der arg geschröpfte Profi nicht in der Lage, auf den Vergleichsvorschlag einzugehen. Die gesamte Doping-Affäre habe ihn bereits rund eine Million Euro gekostet. Zuletzt hatte ihn der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) wegen Dopings für ein Jahr gesperrt und zu einer Geldstrafe von 40.000 Euro verurteilt. Sinkewitz darf nach Ablauf seiner Sperre vom 18. Juli an wieder Rennen fahren.

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