Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Jörg Jaksche beendet seine Karriere

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Radsport  

Jörg Jaksche beendet seine Karriere

25.04.2008, 21:05 Uhr | dpa

Verabschiedet sich aus dem Radsport: Jörg Jaksche (Foto: imago)Verabschiedet sich aus dem Radsport: Jörg Jaksche (Foto: imago) Radprofi Jörg Jaksche hat die Suche nach einem neuen Team aufgegeben und seine Laufbahn für beendet erklärt. "Ich habe gemerkt, dass alle nicht wollen", sagte Jaksche und bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung". "Meine Karriere ist nun vorbei. Denn wenn ich in Deutschland nun wirklich nicht unterkomme, dann nirgendwo", sagte der 31-Jährige der Zeitung. Auslöser ist die Absage des Milram-Teams, bei dem er sich nach ersten Gesprächen im Januar Hoffnungen auf ein Engagement nach Ablauf seiner Dopingsperre am 30. Juni 2008 gemacht hatte.

Radsport Jaksche: "Keiner will Nestbeschmutzer"
Jaksche Dopingaffäre Ullrich-Verfahren in Bonn eingestellt
Foto-Show Dopingsünder im Radsport

Fortsetzung des Studiums geplant

Zuvor hatten ihm alle anderen Mannschaften abgesagt. Der Ansbacher hatte im Juni 2006 ein umfassendes Doping-Geständnis abgelegt und im Rahmen seiner Enthüllungen auch seine Verbindungen zum mutmaßlichen spanischen Dopingarzt Eufemianio Fuentes bestätigt. Deshalb griff für ihn die Kronzeugenregelung mit nur einem Jahr Sperre. Der einstige Telekom-Profi möchte nach zehn Jahren im Peloton demnächst sein BWL-Studium wieder aufnehmen.

Doping I Petacchi-Urteil vertagt
Doping II Di Luca fehlt vor Gericht - Zweijährige Sperre droht
Verklagt Ex-Coast-Manager will nicht zahlen

Jaksche hat die Nase voll

"Ich nehme mir jetzt erstmal eine Auszeit und verreise mit meiner Freundin", sagte Jaksche und erklärte, er habe noch bis zuletzt trainiert. "Ich habe in den letzten Monaten so viel Energie und Herzblut aufgewendet, um ein Team zu finden. Ich bin es satt, vom Goodwill anderer abzuhängen, die sagen, Du kannst bei uns fahren, und am nächsten Tag sagen, Du fährst nicht bei uns."

Veranstalter ignorieren Jaksches Anfragen

Martin Mischel, Vorstand des Hauptsponsors Nordmilch, erklärte auf Anfrage der "Süddeutschen Zeitung", Jaksche sei für die laufende Saison kein Thema. Zudem müsse er "Unbedenklichkeitserklärungen aller relevanten Organisationen und Veranstalter" vorlegen können. Dies hatte Jaksche vergeblich versucht, allein der Weltverband UCI kam seiner Bitte nach. Dagegen ignorierten unter anderem die Veranstalter der Tour de France seine entsprechenden Anfragen. "Wenn das nun bei Milram nichts gibt, dann war's das, das ist Fakt, dann ist es zu Ende", kommentierte Jaksche die Nachricht, "dann haben die anderen jetzt gewonnen".

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal