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Radsport  

Petacchis Zukunft nach Dopingsperre offen

06.05.2008, 17:08 Uhr | dpa

Alessandro Petacchi vom Milram-Team (Foto: imago)Alessandro Petacchi vom Milram-Team (Foto: imago) Der italienische Sprintstar Alessandro Petacchi muss nach einer Dopingsperre um seine Zukunft beim deutschen Milram-Team bangen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne verhängte gegen den 34-jährigen Radprofi eine zehnmonatige, teilweise rückwirkende Sperre. Vom 1. November 2007 bis zum 31. August 2008 darf der Italiener keine Rennen bestreiten.

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Siege aberkannt

Zudem wurden dem Milram-Kapitän seine fünf Tagessiege beim vorjährigen Giro d'Italia sowie alle acht Erfolge seit Beginn der Zwangspause aberkannt. "Die Reihenfolge ist ganz klar: Erst studieren wir das Urteil, dann besprechen wir das Ganze mit dem Beirat von Milram, dann wird eine Entscheidung fallen", sagte Milram-Manager Gerry van Gerwen.

Hört Petacchi jetzt auf?

Petacchi war beim Giro 2007 mit überhöhten Werten des Asthma-Mittels Salbutamol aufgefallen. Der Teamgefährte von Erik Zabel und seine Anwälte hatten zur Entlastung ein vom Weltverband UCI anerkanntes Attest angeführt. Im Vorfeld der Anhörung vor dem CAS hatte Petacchi, der derzeit von einer starken Bronchitis geplagt wird, für den Fall seiner Verurteilung das Karriere-Ende angekündigt.

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Saison ist gelaufen

Zumindest seine Zukunft beim Milram-Rennstall dürfte höchst fraglich sein, auch wenn sich van Gerwen zunächst zurückhaltend gab. Denn bei der offiziellen Teampräsentation im Januar hatte die Teamleitung einen strikten Anti-Doping-Kurs und bei Verstößen entsprechende Konsequenzen angekündigt. "In ein paar Tagen fällt eine Entscheidung", sagte der Niederländer van Gerwen. Für den Giro d'Italia und die Tour de France fällt Petacchi definitiv aus. "Seine Saison ist gelaufen. Hinter seiner Zukunft bei Milram steht ein großes Fragezeichen", stellte die Zeitung "La Gazetta dello Sport" fest.

Anwältin: "Absurdes Urteil"

Petacchis Anwältin Maria Laura Guardamagna wies die Entscheidung der Lausanner Richter zurück. "Das ist ein so absurdes Urteil, dass wir über eine Klage vor dem schweizerischen Bundesgericht oder vor dem Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg nachdenken", sagte sie. Offensichtlich hatte der Sprinter nicht mit einer Verurteilung gerechnet, nachdem ihn der italienische Radsport-Verband zuvor vom Dopingvorwurf freigesprochen hatte. Dabei hätte es Petacchi noch schlimmer treffen können: Die vom Olympischen Komitee Italiens (CONI) geforderte Einjahressperre reduzierte der CAS um zwei Monate und rechnete Petacchi seine Auszeit während der Ermittlungen an.

Salbutamol-Grenzwerte überschritten

Der Weltklassefahrer hatte alle Hoffnungen in ein Zertifikat gesetzt, das ihm den Einsatz des Präparats Salbutamol gestattete - allerdings überschritt der Sprinter aus La Spezia die zulässigen Grenzwerte von 1000 Nanogramm um 320 pro Milliliter Urin. Nach der CAS-Entscheidung steht der vom Bremer Konzern Nordmilch gesponserte Milram-Rennstall vor einer neuen Situation, zumal zum Saisonende auch Zabels Vertrag ausläuft. Zabel hatte in Aussicht gestellt, noch ein Jahr weiter zu fahren, falls auch Petacchi noch im Team ist.

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