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Giro d'Italia steht im Zwielicht

09.05.2008, 12:04 Uhr | dpa

Startklar für den Giro: Andreas Klöden (Foto: imago)Startklar für den Giro: Andreas Klöden (Foto: imago) Dank Giro-Direktor Angelo Zomegnan kann Teamchef Johan Bruyneel bei der am Samstag beginnenden 91. Italien-Rundfahrt wieder die Fäden ziehen. Der Mann hinter der Erfolgsserie Lance Armstrongs bekam für sein Astana-Team mit der Last-Minute-Startzulassung die Möglichkeit, die einheimische Favoritenschar durcheinanderzuwirbeln. Die Giro-Organisatoren wollten von ihren ethischen Bedenken gegen die Skandalmannschaft des Vorjahres plötzlich nichts mehr wissen und freuen sich, "dass wir die einzige Länder-Rundfahrt sein werden, die sowohl den Tour-de-France-, Giro- als auch den Vuelta-Sieger von 2007 gemeinsam am Start haben" (Zomegnan). Vorsichtshalber gab der frühere Journalist zu bedenken: "Niemand weiß, ob es wieder Doping-Skandale geben wird. Aber ich bin optimistisch und glaube, es wird ein großes Rennen."

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Klöden will den Sieg

Andreas Klöden könnte auf den 21. Etappen über insgesamt 3.430 Kilometer Bruyneels Trumpf werden. Im Gegensatz zu den übrigen Astana-Topfahrern Alberto Contador und Levi Leipheimer lässt der 32- jährige Wahlschweizer nach seinem Erfolg bei der Tour de Romandie eindeutig ansteigende Tendenz erkennen. Mit seinen Absichten hält der Giro-Debütant, der erster deutscher Gesamtsieger in der 99-jährigen Geschichte des zweitgrößten Etappenrennens der Welt werden kann, nicht hinter dem Berg: "Die Form ist langsam da, wo sie sein sollte." Außerdem kommt ihm die Streckenführung entgegen. Die Kräfte zehrenden Alpen-Etappen, darunter ein Bergzeitfahren am Kronplatz in Südtirol, stehen erst in der letzten Giro-Woche auf dem Plan.

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Zwischenbilanz nach Einzelzeitfahren

Astana-Teamsprecher Philippe Maertens misst besonders dem Termin des ersten Einzelzeitfahrens am 20. Mai in Urbino über 39,4 Kilometer große Bedeutung zu: "Da werden wir sehen, wo Andreas steht - und machen eine Zwischenbilanz. Wir trauen ihm den Sieg zu." Als Klödens härteste Konkurrenten gelten Vorjahressieger Danilo di Luca, dessen dreimonatige, zum Jahresbeginn ausgelaufene Doping-Sperre vom Internationalen Sportgerichtshof CAS gerade bestätigt wurde, Altmeister Gilberto Simoni (Giro-Sieger 2001 und 2003), der zweifache Vuelta-Gewinner Denis Mentschow (Russland) und Italiens aufstrebender Riccardo Ricco. Aber vielleicht zieht ja Bruyneel auch den wegen seiner angeblichen Verbindungen zum Doping-Kartell Fuentes nicht unumstrittenen Toursieger Contador aus dem Ärmel. Auch, wenn der Spanier im Moment noch Trainings-Rückstand aufweisen soll.

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Petacchi vor Karriereende

Bei den Sprintern fehlt vom Samstag bis zum Finale am 1. Juni die schillernde Figur der vergangenen Jahre. Alessandro Petacchi, der 24 Giro-Etappen gewann, wurde zuerst durch eine Bronchitis gestoppt, dann vom CAS. Für Doping beim Giro 2007 erhielt er jetzt eine Sperre bis Ende August, die auch das Tour- und Olympia-Aus bedeutet - und damit wohl sein Karriereende. An Petacchis Schicksal beim Bremer Milram-Team hängt auch die sportliche Zukunft des 37-jährigen Erik Zabel, der überlegen wollte, nach Vertragsende 2008 vielleicht noch ein Jahr dranzuhängen. Das hatte der Berliner im März noch vom Weitermachen Petacchis abhängig gemacht.

Zabel hat starke Konkurrenz

Bei seiner erst zweiten Giro-Teilnahme träumt Zabel vom ersten Etappensieg in Italien. Aber die Konkurrenz scheint übermächtig. Daniele Bennati (Italien), Robbie McEwen (Australien), der Engländer Mark Cavendish vom T-Mobile-Nachfolger High Road oder auch Robert Förster, der bereits zwei Etappen gewann genau wie der zurückgekehrte Doping-Sünder Danilo Hondo, sind die Schnellsten im Peloton von 198 Fahrern aus 22 Teams.

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