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Radsport  

Holczer sucht weiter einen Hauptsponsor

11.06.2008, 16:44 Uhr | sid

Hans-Michael Holczer steht mit seinem Radrennstall vor einer ungewissen Zukunft. (Foto: imago)Hans-Michael Holczer steht mit seinem Radrennstall vor einer ungewissen Zukunft. (Foto: imago) Die Zeit drängt: Noch vor dem Start zur Tour de France am 5. Juli will Hans-Michael Holczer die Weichen für die Zukunft seines Profi-Radrennstalls gestellt haben. Bisher haben seine Bemühungen um einen Ersatz für den bisherigen Namensgeber Gerolsteiner zu keinem konkreten Ergebnis geführt. "Wir stehen weiterhin in Verhandlungen. Ich werde mich nicht auf den Tag genau festlegen, aber Ende Juni werden wir die Fahrer und Mitarbeiter über die Zukunft informieren", sagt Holczer. Sollte die Suche scheitern, wäre der Weg frei für Investoren, sich in das Team einzukaufen. Der Chef könnte dann als normaler Angestellter weiter für die Mannschaft arbeiten.

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CSC-Erfolg ein "hoffnungsvolles Zeichen"

Seinen Optimismus schöpft der Geschichts- und Mathematiklehrer auch aus der Erfolgsmeldung von CSC. Der dänische Konkurrent hatte tags zuvor mit der Saxo Bank einen neuen Hauptsponsor präsentiert. "Das tut mir ganz gut. Für uns ist das ein hoffnungsvolles Zeichen", erklärte Holczer. Das Beispiel zeige, wie schnell sich die Lage ändern könne. Einen Tag zuvor habe er noch mit CSC-Chef Bjarne Riis gesprochen: "Da herrschte noch Unsicherheit." Keine 24 Stunden später war die Unterschrift des neuen Sponsors vollzogen.

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Krise im Radsport noch lange nicht überwunden

Der Druck sei groß, gibt Holczer zu. "Es sind ja nur noch drei Wochen bis Ende Juni. Da hat man schon das Gefühl, dass die Zeit bis zu Vorstandssitzungen von potenziellen Sponsoren überhaupt nicht vergeht." Im April sprach Holczer erstmals von zwei Firmen, mit denen er in Verhandlungen stehe. Erfolge kann er - bisher jedenfalls - nicht vermelden. An der langen Sponsorensuche zeigt sich, dass die Krise der Szene trotz aller Bemühungen im Antidopingkampf noch längst nicht überwunden ist.

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Werbebühne Tour de Suisse

Erst am Dienstag sorgte in Belgien ein positiver Kokaintest von Ex-Weltmeister Tom Boonen für Aufsehen. Der Quick-Step-Star wurde deshalb durch die Veranstalter der am Samstag beginnenden Tour de Suisse von der Startliste gestrichen. Das könnte potenzielle Geldgeber erneut zum Nachdenken bringen. Ungeachtet dessen will die Gerolsteiner-Truppe, angeführt vom Rundfahrt-Spezialisten Markus Fothen und dem WM-Dritten Stefan Schumacher, in der Schweiz nochmals Werbung in eigener Sache machen.

Schon zahlreiche Erfolge in dieser Saison

Mit dem bisherigen Saisonverlauf kann man durchaus zufrieden sein. Der Italiener Davide Rebellin gewann die prestigeträchtige Fernfahrt Paris-Nizza, der deutsche Meister Fabian Wegmann sicherte sich den Grand Prix Indurain, Schumacher und Heinrich Haussler holten Etappensiege bei der Bayern-Rundfahrt. Seit dem Telekom-Rückzug ist Gerolsteiner das deutsche Team mit der längsten Tradition im Radrennsport. Die Mannschaft hat sich durch offensive Fahrweise und konsequente Förderung des Nachwuchses einen guten Ruf erworben. Doch ohne neuen Hauptsponsor wäre dies bald alles Geschichte.

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