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Deutschland Tour: Spannender Zweikampf zwischen Voigt und Gerdemann erwartet

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Deutschland Tour  

Gerdemann fordert Voigt heraus

27.08.2008, 14:38 Uhr | dpa

Gestärkt durch jüngste Erfolge: Linus Gerdemann (Foto: imago)Gestärkt durch jüngste Erfolge: Linus Gerdemann (Foto: imago) Hattrick für Jens Voigt oder Premierensieg für Linus Gerdemann? Vier Wochen nach der Tour de France will die Deutschland Tour mit einem spannenden Duell der Lokalmatadoren für Schlagzeilen sorgen.

Trotz der Absagen von Astana-Profi Andreas Klöden und des zweifachen Tour-Etappensiegers Stefan Schumacher, die wie Erik Zabel der Vuelta den Vorzug geben, können sich die Fans bei der Jubiläumsauflage Rundfahrt durch Deutschland auf ein Weltklasse-Feld freuen. "Es sind viele starke Fahrer dabei. Ich zähle mich zum erweiterten Favoritenkreis", sagte Gerdemann vor dem Start seines persönlichen Saisonhöhepunkts.

Spanien-Rundfahrt Contador der Top-Favorit
Team Gerolsteiner Sponsorensuche aufgegeben

Es geht gleich richtig los

Gleich zu Beginn der neuntägigen Fahrt über 1408,6 Kilometer von Tirol nach Bremen müssen die Favoriten die Karten offenlegen. Denn nach dem heutigen Prolog im österreichischen Skiort Kitzbühel steht am Samstag schon die schwere Königsetappe hinauf nach Hochfügen auf dem Programm. "Es wird darauf ankommen, vom Start weg voll da zu sein", sagte Voigt, der als erster Fahrer zum dritten Mal das einzige deutsche ProTour-Etappenrennen für sich entscheiden könnte.

Gerdemann dämpft die Erwartungen

Doch dafür muss der 36-jährige CSC-Fahrer den Höhenflug seines jungen Konkurrenten Gerdemann beenden. Der 25-Jährige gewann zuletzt die Tour de l'Ain sowie die Coppa Agostini und wird fünf Monate nach seinem schweren Sturz, bei dem er einen Beinbruch und einen Kreuzbandanriss erlitten hatte, die volle Unterstützung seines starken Columbia-Teams mit dem Top-Sprinter Gerald Ciolek erhalten. "Ich will kein Meister im Tiefstapeln sein, aber man muss realistisch sein: Bei mir ist vielleicht etwas wenig Konstanz da und ich habe noch muskuläre Defizite", dämpfte Gerdemann die Erwartungen.

Alle Augen auf Berhard Kohl

Die größte Beachtung dürfte zum Start in Kitzbühel jedoch Lokalmatador Bernhard Kohl zuteil werden. Seit seinem dritten Platz bei der Tour de France, bei der er sich zum neuen Bergkönig krönte, ist der Österreicher in seiner Heimat ein Volksheld. Sein Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer glaubt aber, dass er "bei der Tour wohl seine Körner verschossen" habe. Ohnehin hat Kohl derzeit weniger die Deutschland-Tour im Sinn, als vielmehr die ungewisse Zukunft seines Rennstalls. "Die Uhr tickt", sagte Holczer über seine noch erfolglose Sponsorensuche, die er am 1. September beenden will.

Erstmaliger Einsatz von Insulin-Tests

Optimistischer als den eigenen Überlebenskampf kommentiert Holczer den erstmaligen Einsatz von Insulin-Tests. "Das ist perfekt. Der Insulin-Test ist längst überfällig, weil man damit ein richtig weites Feld des bisher noch nicht entdecktes Betrugs abdecken kann", sagte Holczer. Die enge Zusammenarbeit des Biochemischen Instituts der Sporthochschule Köln und des Weltverbandes UCI soll abschreckend dafür sorgen, dass die Veranstaltung in Sachen Doping nicht dem Beispiel der Frankreich-Rundfahrt folgt. Dort gab es diesmal fünf positive Fälle.

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