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Deutschland Tour: Greipel holt Etappensieg - Gerdemann verteidigt das Gelbe Trikot

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Radsport - Deutschland-Tour  

Gerdemann verteidigt das Gelbe Trikot

02.09.2008, 19:25 Uhr | dpa

Greipel vor McEwen beim Zielsprint in Mainz (Foto: dpa)Greipel vor McEwen beim Zielsprint in Mainz (Foto: dpa) André Greipel ist beim ersten Massenspurt der Deutschland Tour allen Konkurrenten davongerast. Der 26 Jahre alte Radprofi gewann die vierte Etappe über 174 Kilometer von Wiesloch nach Mainz und untermauerte damit die Dominanz des Columbia-Teams von Spitzenreiter Linus Gerdemann.

Für Greipel, der vor dem Australier Robbie McEwen und Gerolsteiner-Profi Robert Förster durchs Ziel in Mainz fuhr, war es in seiner bislang besten Saison bereits der zwölfte Tagessieg. "Ein großer Dank an die Mannschaft. Es war klasse, wie sie den Spurt angefahren hat und mir vertraut hat", sagte Greipel und schenkte den Sieg nachträglich seiner Freundin zum Geburtstag.

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Ein Columbia-Ass soll am Ende stechen

Sein Kapitän Gerdemann erlebte derweil einen ruhigen Tag und führt zur Halbzeit der 10. Deutschland Tour die Gesamtwertung weiter vor seinem schwedischen Team-Kollegen Thomas Lövkvist (+17 Sekunden) und dem Slowenen Janez Brajkovic (+20) an. Gerdemann ist zuversichtlich, das Gelbe Trikot bis zum abschließenden Zeitfahren am Samstag in den Reihen von Columbia zu halten. Dann könnte es in Bremen zu einem teaminternen Duell gegen Lövkvist um den Gesamtsieg kommen. "Wir verstehen uns gut und spielen die doppelte Karte. Ein Ass soll am Ende stechen", hatte Gerdemann vor der vierte Etappe gesagt.

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Tagessieg beim Giro steht über allem

Mann des Tages war aber unbestritten Greipel. Er profitierte im Finale von der Unterstützung seines Team-Kollegen Gerald Ciolek, der für ihn den Spurt anfuhr. "Wir mussten nicht agieren und hatten daher die besten Karten bei uns", erklärte Greipel die Erfolgsformel von Columbia, das vier von fünf Trikot-Wertungen anführt. Schon in der Vorwoche hatte der 26-Jährige bei der Eneco-Tour mit einem Etappensieg und dem fünften Gesamtrang seine Top-Form angedeutet. Den größten Erfolg seiner Karriere hatte er in diesem Jahr mit einem Tagessieg beim Giro d'Italia gefeiert.

Massenspurt in der Mainzer Innenstadt

Einen Tag vor der letzten Bergankunft im sauerländischen Winterberg zeigte sich erstmals auch Vorjahressieger Jens Voigt, der in der Gesamtwertung keine Rolle spielt, an der Spitze. Dreimal griff er an, doch der 36-Jährige konnte sich nicht absetzen. Bei einer weiteren Attacke ging dann auch das Führungstrio um Gerdemann mit, aber auch diese Tempoforcierung erwies sich als Geplänkel. Ebenso erging es Tom Stubbe (Belgien) und dem Franzosen Thomas Voeckler, deren Fluchtversuch dank der Arbeit der Sprinter-Teams sieben Kilometer vor dem Ziel sein Ende fand, so dass es in der Mainzer Innenstadt zum erwarteten Massenspurt kam.

Hoffen auf den Gerdemann-Effekt

Obwohl die Deutschland-Tour bislang durchaus spannende Etappen bot, hielt sich das Interesse der TV-Zuschauer in Grenzen. Die Einschaltquote habe bislang "um die sieben Prozent" gelegen und sei damit unter den Erwartungen geblieben, sagte ARD-Sprecher Rolf-Dieter Ganz. Im Vorjahr hatte die Quote durchschnittlich 9,9 Prozent betragen. Für die kommenden Tage erwartet Ganz dank des Aushängeschilds Gerdemann einen stärkeren Zuschauerzuspruch: "Einen Gerdemann-Effekt wird es sicher geben."

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