Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Radsport - Doping: ARD denkt erneut über Ausstieg bei der Tour de France nach

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Radsport  

ARD und ZDF denken über einen Tour-Ausstieg nach

07.10.2008, 12:50 Uhr | dpa, sid

ARD und ZDF machen bei diesjährigen Tour wohl doch wieder gemeinsame Sache (Foto: imago)ARD und ZDF machen bei diesjährigen Tour wohl doch wieder gemeinsame Sache (Foto: imago) Auch einen Tag nach dem Bekanntwerden schlägt der Doping-Fall Stefan Schumacher hohe Wellen. Innerhalb der ARD wird nach den neuesten Enthüllungen im Radsport über einen Ausstieg aus der Tour-Berichterstattung diskutiert. "Da packt einen die kalte Wut, wenn man sieht, wie solche Betrüger den Radsport kaputt machen", sagte ein ARD-Sprecher. Auch beim ZDF gibt es entsprechende Überlegungen.

Schumacher ist offenbar das neue Testverfahren der französischen Anti-Doping-Agentur (AFLD) zum Verhängnis geworden. Bei der neuen Methode kann EPO im Blut noch deutlicher nachgewiesen werden als bei den Kontrollen vorher im Urin.

Geld zurück Holczer will Schumacher verklagen

Tour de France Piepoli positiv getestet

Eurosport will weitermachen

Das ZDF will nach den jüngsten Doping-Enthüllungen Anfang 2009 über einen möglichen Ausstieg aus der Tour-de-France-Berichterstattung entscheiden. "Wir werden in Ruhe abwarten, was noch so alles unter dem Tisch hervorgefegt wird und ob der Radsport überhaupt noch zu retten ist. Alle Konsequenzen - auch ein Ausstieg - sind möglich", sagte ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender. Unterdessen hat Eurosport angekündigt, weiter vom Radsport zu berichten. Dies sagte eine Sprecherin des TV-Spartensenders. Bereits bei der Tour de France 2007 hatte Eurosport - im Gegensatz zu ARD und ZDF - seine Berichterstattung trotz des Dopingfalls Patrik Sinkewitz fortgesetzt.

Geständnis Schleck gibt Zahlungen an Fuentes zu
Fuentes Doping-Arzt zum zweiten mal ungestraft

ARD kündigt schnelle Entscheidung an

Die ARD-Intendanten hatten auf ihrer bisher letzten Sitzung eine Entscheidung über einen neuen TV-Vertrag vertagt. Nun werden sie telefonisch beraten. Eine Entscheidung über die zukünftige Tour-Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Senders soll nach den jüngsten Ereignissen bald fallen. Vor einem Jahr hatten ARD und ZDF während der Frankreich-Rundfahrt nach dem Doping-Fall Patrik Sinkewitz ihre Live-Übertragungen eingestellt.

Foto-Show Dopingsünder im Radsport

Lance Armstrong Doping-Nachuntersuchung abgelehnt
Umfrage Deutsche wollen Lance Armstrong nicht

Schumacher wartet auf Bericht aus Frankreich

Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer hatte am Montag bestätigt, dass Schumacher laut Tour-Direktor Christian Prudhomme in einer Nachuntersuchung zur diesjährigen Tour de France in der A-Probe positiv auf EPO-Doping getestet worden sei. Er habe den zweifachen Tour-Etappensieger umgehend suspendiert, ergänzte Holczer. Schumacher selbst will vor einer offiziellen Stellungnahme erst auf die Unterlagen aus Frankreich warten. "Das ist eine Scheißsache. Wir können jetzt noch kein Statement abgeben. Soweit ich weiß, sind die Unterlagen aus Frankreich unterwegs. Dann werden wir uns dazu äußern", sagte sein Anwalt Michael Lehner.

Mindestens zwei Jahre Sperre drohen

Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) plant unterdessen gegen Schumacher erste Schritte. "Das Präsidium wird heute einen vorsorglichen Beschluss per Telefon herbeiführen, um das Verfahren sofort einleiten zu können, sobald die Unterlagen da sind", sagte BDR-Präsident Rudolf Scharping. Der Verband hatte vom Weltverband UCI "einen allgemeinen Hinweis erhalten, dass sich bei uns möglicherweise ein Problem" ergebe, sagte Scharping. Namen habe die UCI aber nicht genannt. In dem Verfahren gegen Schumacher gehe es um das "Ziel der höchstmöglichen Sperre" von mindestens zwei Jahren.

NADA rückt Namen nicht raus

Die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA erhielt unterdessen im Zuge der Doping-Nachuntersuchungen zur diesjährigen Tour de France einen Bericht ihrer französischen Partneragentur. "Wir sind von der AFLD informiert worden und haben alle nötigen Schritte eingeleitet", sagte NADA-Sprecherin Ulrike Spitz. Allerdings könne sich die NADA "derzeit definitiv noch nicht zu Vorgängen und Personen äußern".

Zum Durchklicken Die Höhepunkte der Tour de France 2008 in Bildern

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal