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Radsport: Großes Reinemachen im Doping-Sumpf

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Doping  

Großes Reinemachen im Doping-Sumpf

08.10.2008, 16:52 Uhr | dpa

Blutproben im Labor. (Foto: imago)Blutproben im Labor. (Foto: imago) Jetzt wird es ernst. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat nach den jüngsten Doping-Enthüllungen im Radsport die Nachuntersuchung aller eingefrorenen Doping-Proben der Olympischen Spiele von Peking angekündigt.

"Diese Untersuchungen betreffen alle Sportarten und beinhalten speziell auch die Substanz CERA", sagte IOC-Sprecherin Emmanuelle Moreau. Mehr als 5000 Proben werden derzeit zu einem Labor in Lausanne geschickt.

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Bach: "Jetzt werden alle Betrüger zittern"

"Es ist ein abschreckendes Zeichen für jeden Betrüger und auch für jeden potenziellen Betrüger", sagte IOC-Vizepräsident Thomas Bach. "Für den Sport ist es ein gutes Zeichen der Entschlossenheit, dass wir es mit der Aufklärung sehr ernst nehmen", so der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). DOSB-Generaldirektor Michael Vesper sprach von einem Paukenschlag. "Da werden jetzt alle unentdeckten Betrüger zittern".

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Untersuchung kostet eine Million Euro

Details über die nachträglichen Tests werden laut IOC mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) abgestimmt. Der Zeitpunkt steht noch nicht fest. Das IOC führte in Peking die Rekordzahl von mehr als 5000 Proben durch. Die Nachuntersuchungen dürften geschätzte eine Million Euro kosten. Bach hatte angeregt, die eingefrorenen Doping-Proben von Peking bereits jetzt öffnen und mit Hilfe des neuen CERA-Testverfahrens untersuchen zu lassen.

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Verfahren überführte bereits Schumacher

Wie bereits vor und während der Spiele werden dabei "intelligente Zieltests" zum Einsatz kommen, so Bach. "Man muss aufpassen, dass dies intelligent genutzt wird und darf damit nicht in die Luft schießen." Mit dem neuen Verfahren war Radprofi Stefan Schumacher bei nachträglichen Untersuchungen der Tour-Proben zweimal positiv getestet worden.

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Rupprath: "Das kann ein böses Erwachen geben"

Christa Thiel, Sprecherin der deutschen Fachverbände und Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), zeigte sich erfreut über die IOC-Initiative. "Das dient der Glaubwürdigkeit. Wer in der Vergangenheit nicht erwischt worden ist, kann sich nicht mehr sicher fühlen. Die, die sauber sind, werden massiv unterstützt. Die, die manipulieren, werden überführt." Ulrike Spitz stellte für die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) fest: "Wer betrügen will, muss wissen, dass er auch später noch überführt werden kann. Das wird ihm jetzt klar gemacht." Für Schwimmer und Olympia-Starter Thomas Rupprath ist jetzt schon klar: "Das kann noch ein böses Erwachen geben."

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