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Radsport - Doping: Staatsanwaltschaft ist Schumacher auf den Fersen

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Radsport - Doping  

Staatsanwaltschaft ist Schumacher auf den Fersen

09.10.2008, 14:49 Uhr | sid

Stefan Schumacher im Visier der Staatsanwälte (Foto: imago)Stefan Schumacher im Visier der Staatsanwälte (Foto: imago) Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat gegen den unter Doping-Verdacht stehenden Radprofi Stefan Schumacher ein Betrugsverfahren eingeleitet. Es läge ein Anfangsverdacht vor, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Bereits am Dienstag hätten Beamte das Privathaus des 27-Jährigen durchsucht und einige Beweismittel sichergestellt, erklärte die Sprecherin und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Das Material aus Schumachers Privathaus werde derzeit ausgewertet. Schumachers Anwalt Michael Lehner bestätigte die Ermittlungen.

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Verdacht auf Täuschung seines Gerolsteiner-Teams

Schumacher habe während der Durchsuchung keine Angaben gemacht, sich aber kooperativ gezeigt. Der Radprofi, der Doping bislang stets bestritten hat, werde im Rahmen des Ermittlungsverfahrens noch Gelegenheit für eine Stellungnahme erhalten. Ermittelt werde wegen des Verdachts der Täuschung seines bisherigen Arbeitgebers, des Gerolsteiner-Teams. Daher hatte die Staatsanwaltschaft auch Unterlagen von Teamchef Hans-Michael Holczer geprüft.

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Schumachers A-Probe positiv auf CERA getestet

Ausgelöst worden war die Aktion durch Informationen der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD vom vergangenen Freitag, die über das Bundeskriminalamt (BKA) und das Landeskriminalamt (LKA) zur Stuttgarter Staatsanwaltschaft gelangten. In Nach-Tests zur diesjährigen Tour de France wurde Schumacher am 3. und 15. Juli in der A-Probe positiv auf Doping mit dem EPO-Präparat CERA getestet.

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Auch Quick Step will Schumacher nicht mehr

Der belgische Quick-Step-Rennstall will den für 2009 geschlossenen Vertrag mit Schumacher aufkündigen. "Ich betrachte ihn als null und nichtig", sagte Teamchef Patrick Lefevere der belgischen Zeitung "Gazet van Antwerpen". Er sehe "keinen Weg" für eine Zusammenarbeit mit dem 27-Jährigen. Schumacher hatte sich mit Quick Step kurz vor der Weltmeisterschaft in Italien vor zwei Wochen über einen Wechsel verständigt.

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Schumacher will sein Schweigen brechen

Der Beschuldigte selbst will in Kürze sein Schweigen brechen. "Es wird heute oder morgen eine schriftliche Erklärung von Stefan Schumacher geben", sagte Anwalt Lehner. Details wollte Lehner zunächst nicht bekanntgeben. Zugleich erklärte der Heidelberger Anwalt, dass er keinem seiner Mandanten mehr raten werde, die Kronzeugenregelung in Anspruch zu nehmen. Die beiden Radprofis Jörg Jaksche und Patrik Sinkewitz, beide von Lehner beraten, haben nach ihren Doping-Beichen bislang kein neues Team gefunden. "Niemand sagt offiziell: 'Verräter stellen wir nicht ein.' Aber letztlich ist es so", sagte Lehner.

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