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McQuaid gegen nachträgliche Analysen der Tour-Proben

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Radsport  

McQuaid gegen nachträgliche Analysen der Tour-Proben

22.10.2008, 13:44 Uhr | dpa

UCI-Präsident Pat McQuaid (Foto: imago)UCI-Präsident Pat McQuaid (Foto: imago) Ungeachtet der letzten Doping-Enthüllungen sieht Pat McQuaid, der Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI, keinen Sinn darin, weitere Doping-Sünder aus der Vergangenheit zu entlarven. Die französische Anti-Doping-Agentur (AFLD) hatte dem Verband angeboten, die Proben von der Tour de France 2007 oder vom Giro d'Italia oder Vuelta in diesem Jahr nachträglich auf den Epo-Nachfolger Cera zu kontrollieren. Dieses Angebot schlug McQuaid nun aus.

"Vom UCI-Standpunkt her bevorzugen wir es, nach vorne zu schauen. Alle Proben noch einmal zu testen, ist sinnlos, teuer und dient nicht dem Zwecke des Anti-Doping-Kampfes", sagte McQuaid in Paris, wo die Strecken-Präsentation der Tour 2009 stattfand.

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McQuaid: "Verhöhnung für den Radsport"

Eine nachträgliche Kontrolle würde den Radsport in ein Chaos stürzen, ergänzte McQuaid: "Wenn wir jetzt hingehen, die Proben der letzten zwei, drei Jahre kontrollieren und den Veranstaltern dann sagen: Ihr müsst euer Podium umkrempeln, wäre das eine Verhöhnung für den Radsport." Die AFLD hatte jüngst durch ein verfeinertes Testverfahren bei den beiden Gerolsteiner-Fahrern Stefan Schumacher und Bernhard Kohl sowie dem Italiener Leonardo Piepoli den Epo-Nachfolger Cera in deren Blutproben von der Tour 2008 entdeckt.

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Zweifel an der Verwertbarkeit der Proben

Bis 2007 hatte die UCI die Hoheit über die Dopingkontrollen bei der Frankreich-Rundfahrt, im Zuge des Streits zwischen dem Tour-Veranstalter ASO und der UCI war in diesem Jahr erstmals die AFLD für die Kontrollen verantwortlich. McQuaid stellte zudem in Frage, ob die Proben überhaupt noch brauchbar sind. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte kürzlich angekündigt, die Blutproben von den Sommerspielen in Peking durch das neue Analyseverfahren nachträglich zu testen.

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