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Radsport: Ivan Basso gibt sein Comeback

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Radsport  

"Am Anfang wird sicher ein peinliches Gefühl da sein"

23.10.2008, 14:44 Uhr | sid

Ivan Basso steigt wieder aufs Rad. (Foto: imago)Ivan Basso steigt wieder aufs Rad. (Foto: imago) Doping-Sünder Ivan Basso kehrt zwei Tage nach Ablauf seiner zweijährigen Doping-Sperre beim Japan-Cup auf das Rennrad zurück. Damit tritt er die Comeback-Welle der ehemaligen Doper endgültig los. Alexander Winokurow, Floyd Landis und auch der nie überführte, aber stets verdächtige Lance Armstrong haben ihre Rückkehr in den Profi-Radsport angekündigt.

Basso selbst gibt sich reuig und sieht sich als besseren Menschen: "Jetzt beginnt meine zweite Karriere. Am Anfang wird wegen meiner Dopingsünde sicherlich ein peinliches Gefühl da sein."

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Zusammen mit Ullrich von der Tour ausgeschlossen

Bestimmte Erinnerungen an 2006 täten ihm noch immer weh. Damals wurde der Giro-Sieger einen Tag vor Beginn der Tour de France zusammen mit Jan Ullrich aufgrund einer möglichen Verwicklung in den spanischen Dopingskandal von der Rundfahrt ausgeschlossen. Basso gestand im Mai 2007 unter Tränen, dass er fünf Beutel mit seinem Blut unter dem Codenamen "Birillo" beim Madrider Arzt Eufemiano Fuentes in der Absicht deponiert hatte, sich bei der Tour 2006 zu dopen. Er habe jedoch nie Doping praktiziert.

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Basso: "Das Rad ist wieder mein Freund"

Auch strafrechtlich ist Basso aus dem Schneider. Eine sechsmonatige Bewährungsstrafe wurde zu einer Geldbuße in Höhe von 10.800 Euro umgewandelt. Ein Jahr lang haben ihn die Gedanken zermürbt, doch nun will er nach vorne schauen. "Ich fahre den Japan Cup, um zu gewinnen. Das Rad ist wieder mein Freund", sagte Basso.

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Beim Giro gegen Armstrong und Co.

Der 30-Jährige will auf seiner Homepage künfitg detailliert über sein Training informieren. Von der Veröffentlichung von Blutwerten, wie es etwa Armstrong plant, sagte er nichts. Beim Giro d'Italia wird es dann vermutlich zum Gipfeltreffen mit Basso, Armstrong und Winokurow kommen.

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Basso-Comeback schlecht für den Radsport?

Während sein Liquigas-Team in Bassos Rückkehr keine Probleme sieht, dürfte es um die Glaubwürdigkeit des Radsport eher schlecht stehen. Denn Basso gehört zu der alten Generation, die aus der Hoch-Zeit des Epo-Dopings hervorging und selbst vor Blutdoping nicht zurückschrak. Sein Geständnis über '"geplantes Doping" war bestenfalls halbherzig und seine Sieg-Ankündigungen lassen das Schlimmste befürchten. Zumal auch Bassos Team nicht gerade den besten Leumund aufweist. Bereits die Verpflichtung des früheren Tour-Zweiten hatte zu heftigen Protesten geführt, Liquigas wurde aus der Rennstall-Vereinigung AIGCP ausgeschlossen.

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Begeisterung in Japan

Ernsthafte Konsequenzen zog die Maßnahme jedoch nicht nach sich. Bei der diesjährigen Tour wurde Liquigas-Profi Manuel Beltran mit Epo erwischt. Früher fuhren auch die Dopingsünder Danilo Di Luca und Stefano Garzelli, ein langjähriger Helfer Marco Pantanis, für die Mannschaft. In Japan ist man ungeachtet der Probleme euphorisch über Bassos Rückkehr. Auf dem TV-Sender J-Sports laufen die Werbespots mit dem Slogan "Er ist zurück" rauf und runter, die Fans im Land der aufgehenden Sonne fühlen sich geehrt, dass Basso ihr Rennen für das Comeback auserwählt hat. Die Zeitschrift "Cyclingtime" bringt die Brisanz in Bassos Comeback auf den Punkt: "Die ganze Welt beobachtet das Rennen sehr genau."

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