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Radsport - Doping  

Zwei Jahre Sperre für Kohl

24.11.2008, 12:48 Uhr | sid, dpa

Bernhard Kohl vor seiner Anhörung in Wien (Foto: dpa)Bernhard Kohl vor seiner Anhörung in Wien (Foto: dpa) Seine Offenheit hat dem geständigen Dopingsünder Bernhard Kohl aus Österreich nichts genutzt: Zwei Jahre Sperre für den "Ersttäter" Kohl lautete der Urteilsspruch der Rechtskommission der Anti-Doping-Agentur seines Heimatlandes. Damit verhängte das fünfköpfige Gremium in Wien gegen den Radprofi die Höchststrafe.

Der Dritte der diesjährigen Tour de France hatte der Kommission zuvor über zweieinhalb Stunden Rede und Antwort gestanden.

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Hoffnungen erfüllen sich nicht

Der gebürtige Wiener hatte am 15. Oktober die Einnahme des verbotenen EPO-Mittels CERA während der Frankreich-Rundfahrt gestanden und umfangreiche Aussagen vor der Kommission angekündigt. Dennoch erfüllte sich seine Hoffnung auf eine Strafminderung im Zuge der Kronzeugenregelung nicht. Das lag wohl daran, dass er - anders als angekündigt - nicht die Drahtzieher genannt hatte.

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Berufung noch offen

Nach der Urteilsverkündung zeigte sich Kohl enttäuscht. "Ich habe meine Aussage getätigt und bin ehrlich gewesen. Wenn das nicht gewürdigt wird, werden wir in das leidige Thema des Schweigens zurückkommen", hatte der Kletterspezialist bereits unmittelbar nach seiner Anhörung vor der NADA-Kommission erklärt. Über die Möglichkeit einer Berufung in seiner Heimat oder vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS werde er erst nach Erhalt des schriftlichen Urteils entscheiden.

"Ich gehe meinen Weg"

Wie sein Tour-Zimmerkollege Stefan Schumacher war er durch die während der Frankreich-Rundfahrt genommenen Blutproben zweimal positiv auf das Epo-Präparat gestestet worden. Während Kohl den Missbrauch gestand, beteuerte Schumacher seine Unschuld, was ihm auch vom Zimmergenossen Kritik einbrachte: "Er sagt, er ist unschuldig. Ich kann nur sagen: Ich gehe meinen Weg. Und die Menschen erkennen das an, da bin ich froh drüber."

Sinkewitz fährt wieder

Die Kronzeugenregelung hatte in der Vergangenheit bei den geständigen deutschen Radprofis Jörg Jaksche und Patrik Sinkewitz Anwendung gefunden, deren Sperre auf jeweils ein Jahr reduziert worden war. Während Jaksche allerdings keinen neuen Arbeitgeber fand, kam Sinkewitz für die kommende Saison beim zweitklassigen tschechischen Team PSK-Whirlpool unter.

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