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Radsport: Andre Greipel verletzt sich bei Horror-Crash

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Radsport  

Greipel verletzt sich bei Horror-Crash

22.01.2009, 12:41 Uhr | sid

Radsprinter Andre Greipel (Foto: Reuters)Radsprinter Andre Greipel (Foto: Reuters) Der schwere Unfall des deutschen Vorjahressiegers Andre Greipel überschattete die dritte Etappe der Tour Down Under. Der Columbia-Sprinter kollidierte frontal mit einem parkenden Polizeimotorrad und erlitt dabei eine schwere Schulterverletzung. Rund drei Monate muss Greipel nun pausieren.

"Plötzlich, wie aus dem Nichts, stand da dieses Motorrad. Dann ging alles ganz schnell - Frontalkollision", schilderte Greipel später das Malheur auf seiner Internetseite: "Einige Fahrerkollegen haben mir hinterher berichtet, dass ich wohl ziemlich weit durch die Luft geflogen sei."

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Operation in der Heimat

Das ärztliche Bulletin konnte die Eindrücke nur bestätigen: Schulter ausgekugelt, tiefe Schürfwunden an Armen und Beinen. Eine Risswunde am Ellenbogen musste genäht werden. Greipel wurde zunächst ins Flinders-Krankenhaus von Unley gebracht. Nun muss der gebürtige Rostocker die Heimreise nach Hamburg antreten, wo er an der Schulter operiert werden soll.

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Greipel: "Froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist"

"Leider werde ich wohl für rund zwölf Wochen ausfallen. Das ist natürlich ärgerlich, da meine Form richtig gut war und ich mir für die restlichen Etappen noch viel vorgenommen hatte. Auf der anderen Seite bin ich aber auch froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist", sagte Greipel, der im Vorjahr die Tour Down Under gewonnen und mit insgesamt 15 Saisonsiegen den Durchbruch geschafft hatte. Armstrong, der dem Crash gerade noch ausweichen konnte, kam mit dem Schrecken davon.

Brown holt sich Etappensieg

Anschließend setzte sich der Amerikaner im Verlauf der Etappe sportlich in Szene. Der siebenmalige Toursieger gehörte lange Zeit einer Spitzengruppe an, ehe das Peloton nach 100 Kilometern den Ausreißversuch beendete. Die Etappe gewann der Australier Graeme Brown vom Rabobank-Team, sein Landsmann Allan Davis behauptete die Führung im Gesamtklassement.

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Armstrong-Werte bald im Internet

Unterdessen hat Armstrong angekündigt, die Ergebnisse seiner Doping-Kontrollen wie versprochen zu veröffentlichen, aus Angst vor Fehlinterpretationen voraussichtlich aber nur in abgeschwächter Version. "Wenn man beispielsweise für einen Monat in der Höhe trainiert, steigt der Hämatokritwert möglicherweise von 41 auf 46. Einige würden dann sagen: Das ist nicht normal", sagte der Amerikaner am Rande der Tour Down Under, wo er derzeit nach dreieinhalb Jahren sein Comeback gibt. Werte könnten in Folge von Dehydrierung, Krankheit oder Höhentraining variieren. Deshalb müsse man vorsichtig sein, so Armstrong: "Ich verlasse mich dabei auf Don Catlin, was wir veröffentlichen."

Armstrong: Alle drei Tage Dopingtest

Der Wissenschaftler soll Armstrong alle drei Tagen testen. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Daten anschließend direkt ins Internet gestellt werden. Bislang ist dies noch nicht geschehen. Der frühere Giro-Sieger Ivan Basso und Patrik Sinkewitz, die nach abgesessener Dopingsperre wieder am Start sind, haben ein ähnliches Projekt bereits in die Tat umgesetzt.

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