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Tour Down Under: Armstrong außer Puste - Davis aus dem Häuschen

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Tour Down Under - 4. Etappe  

Armstrong außer Puste - Davis aus dem Häuschen

23.01.2009, 11:52 Uhr | dpa, sid

Lance Armstrong (Foto: imago)Lance Armstrong (Foto: imago) Lance Armstrong gewann zwar die vierte Etappe der Tour Down Under nicht, sondern landete als durchaus geschaffter 47. im Hauptfeld. Doch der Rekordsieger der Tour de France bleibt nach dreieinhalb Jahren Wettkampfpause die Lichtgestalt seines Sports und dieses Rennens. Allan Davis feierte im Spurt übrigens seinen zweiten Sieg.

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Davis lässt sich von den Zuschauern tragen

Der Australier gewann die vierte Etappe von Burnside Village nach Angaston über 143 Kilometer vor Graeme Brown und baute dank des Zeitbonus seine Führung in der Gesamtwertung vor seinem Landsmann auf vier Sekunden aus. "Es ist einfach großartig. Schon drei Tage im Trikot des Spitzenreiters - die großen Zuschauermassen beflügeln mich geradezu", meinte Davis, nachdem 93.000 Fans an der Strecke seinen Erfolg bejubelten.

Eine echte Herausforderung für den ehemals Besten

Der Rückstand von Armstrong auf die Spitze vergrößerte sich auf nunmehr 39 Sekunden. Nach dem Rennen gab der US-Amerikaner zu, dass ihn die Etappe doch mehr gefordert habe, als er angenommen hatte. "Dass ich überhaupt hier bin, ist doch mehr als ich selbst erwartet habe. Ich möchte nur daran erinnern, dass die Saison sehr lang sein wird und ich dreieinhalb Jahr kein Rennen bestritten habe", warnte der siebenmalige Tour-Sieger vor überhöhten Erwartungen.

Lob von ganz oben

"Es ist härter als ich gedacht habe. Die vielen Ausreißversuche, die Hitze, die Berge, der Wind und die Tatsache, dass es eine Rundfahrt ist. Es wird sehr aggressiv gefahren." Der UCI-Chef Pat McQuaid fand erneut nur lobende Worte über das Comeback des Jahres, das von mancher Seite auf Grund des allgegenwärtigen Zweifels an Armstrongs Aufrichtigkeit jedoch noch immer mit Argwohn betrachtet wird.

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Quasi-Freispruch in Sachen Doping

McQuaids Aufatmen - endlich gute Nachrichten - war förmlich zu hören: "Das Comeback ist exzellent für den Radsport. Am vergangenen Montag gab es überall auf der Welt nur positive Artikel über Lance." Den durch die "L'Équipe" 2005 veröffentlichten Nachweis, dass Armstrong 1999 mit EPO gedopt hätte, nannte McQuaid eine "Zeitungs-Story". Das Blut-Doping-Mittel konnte vor zehn Jahren noch nicht nachgewiesen werden, und die nachträgliche Analyse "zu wissenschaftlichen Zwecken" hätte keine sportrechtliche Relevanz. "Als ab 2000 auf EPO getestet wurde, war Armstrong bei jeder Kontrolle negativ", sagte der Ire.

Charme-Offensive

Laut McQuaid gehe es Armstrong bei der Rückkehr in erster Linie um die Arbeit für seine Krebs-Stiftung und um eine Art Charme-Offensive zur Image-Verbesserung. An einen achten Toursieg glaubt er nicht: "Er wird Alberto Contador zum Toursieg führen und damit endlich die Herzen der Franzosen erobern", tippt McQuaid und glaubt nicht mehr an die bedingungslose sportliche Besessenheit des Perfektionisten aus Texas.

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Die deutschen Fahrer spielten am Tag nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Andre Greipel keine Rolle. Der Rostocker war am 22. Januar mit einem Polizeimotorrad kollidiert, hatte sich die Schulter ausgekugelt und weitere Verletzungen an Armen und Beinen zugezogen. Er wird wird bis zu drei Monate ausfallen.

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