Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Radsport >

Zwei Todesfälle erschüttern den Radsport

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Radsport  

Zwei Todesfälle erschüttern den Radsport

05.02.2009, 15:53 Uhr | sid

Das Geschehen im Radsport wird von zwei Todesfällen überschattet. (Foto: imago)Das Geschehen im Radsport wird von zwei Todesfällen überschattet. (Foto: imago) Ein mysteriöser Todesfall und ein Selbstmord haben den internationalen Radsport erschüttert und für tiefe Bestürzung gesorgt. Der belgische Radprofi Frederiek Nolf wurde am Donnerstag vor der 5. Etappe der Katar-Rundfahrt tot in seinem Hotelzimmer gefunden.

Kurz darauf ereilte die Zweirad-Branche die traurige Nachricht vom Tod des Franzosen Christophe Dupouey. Der frühere Mountainbike-Weltmeister beging bereits am Mittwoch in seiner Heimatstadt Tarbes Selbstmord.

Radsport Sinkewitz verschiebt Comeback
Erik Zabel Karriereende mit Sieg und Nationalhymne
Tour Down Under Armstrong lächelt Ansprüche weg

Zimmerkollege findet den Toten

Nolfs Zimmerkollege Kristof Goddaert, der den Toten entdeckte, war geschockt. "Ich habe sein Bein geschüttelt und ihm gesagt, dass er aufstehen soll", sagte der Belgier: "Aber ich habe schnell gemerkt, dass etwas nicht stimmt." Nolf, der am 10. Februar 22 Jahre alt geworden wäre, fuhr in der zweiten Saison für das belgische Continental-Team Topsport Vlaanderen und absolvierte in Katar sein erstes Saisonrennen. "Ich bin mit dem Jungen in dieser Woche noch gefahren, er hat gelacht und war glücklich", sagte Radsport-Idol Eddie Merckx, der zu den Organisatoren der Rundfahrt gehört. Das Teilstück am Donnerstag wurde aus Respekt vor dem Verstorbenen neutralisiert, vor dem Start gab es eine Schweigeminute. Nolfs Team kündigte den Rückzug aus dem Rennen an.

Milram-Präsentation Gerdemann redet Kollegen ins Gewissen
Reuiger Piepoli "Dopt euch nicht!"
Saison 2009 Russen haben teuerstes ProTour-Team

Todesursache noch unklar

Rätselraten herrscht über die Todesursache. Die Leiche soll schnellstmöglich nach Belgien überstellt werden, wo eine Obduktion Klarheit bringen soll. Laut Nolfs sportlichem Leiter Jean-Pierre Heynderickx gab es keinerlei Hinweise auf einen schlechten Gesundheitszustand des Radrennfahrers.'Er war mit uns noch am Mittwochabend essen und ist dann gegen 22.00 Uhr auf sein Zimmer gegangen. Er hat noch Witze gemacht und gelacht', sagte Heynderickx unter Tränen und verwies zudem auf die medizinische Betreuung: 'Unsere Fahrer werden viermal im Jahr an der Universität Löwen untersucht. Alle Werte waren bei Frederiek zuletzt normal.'2003 war vor der Deutschland-Tour ebenfalls ein Radsportler in seinem Hotelzimmer gestorben. Der Franzose Fabrice Salanson war in Dresden einem plötzlichen Herztod erlegen.

Weitere Meldungen aus dem Radsport

Dupouney litt unter Depressionen

Der unter Depressionen leidende Mountainbiker Dupouey gewann 1998 den WM-Titel im kanadischen Mont Saint-Anne und hatte bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta den vierten Platz belegt. Der 40-Jährige war 2006 in Zusammenhang mit einem Dopingskandal zu insgeamt drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal