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Radsport  

UCI sperrt Schumacher bis Januar 2011

06.03.2009, 15:18 Uhr | sid

Kann das Rad erstmal an den Nagel hängen: Stefan Schumacher (Foto: imago)Kann das Rad erstmal an den Nagel hängen: Stefan Schumacher (Foto: imago) Weltweites Fahrverbot für Stefan Schumacher: Der Radsport-Weltverband UCI hat die zweijährige Doping-Sperre der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD übernommen. Damit darf der WM-Dritte von 2007 auch über die Grenzen Frankreichs hinaus bis Anfang 2011 keine Rennen mehr bestreiten.

"Schumacher ist vom 22. Januar 2009 bis zum 21. Januar 2011 für alle Rennen gesperrt", sagte UCI-Präsident Pat McQuaid auf einer Pressekonferenz in Paris. Mit dem Urteil ist sowohl die von Schumacher beantragte Renn-Lizenz für 2009 als auch sein Vertrag mit dem belgischen Team Quick Step hinfällig.

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Cera in mehreren Proben

Die AFLD hatte mehrere Doping-Proben Schumachers von der Tour de France nachträglich auf den EPO-Nachfolger Cera untersucht. In zwei Tests fanden die Franzosen Anfang Oktober Spuren des Ausdauer-Präparats und sperrten den Nürtinger schließlich am 19. Februar für zwei Jahre. Allerdings galt das Fahrverbot lediglich für Rennen in Frankreich.

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Schumacher-Anwalt erwartet Justiz-Marathon

Schumacher, der bei der Tour de France beide Zeitfahren gewonnen hatte, bestreitet jegliches Doping und will Verfahrensfehler der AFLD geltend machen. Gegen das Urteil der Agentur hat der frühere Gerolsteiner-Profi beim obersten französischen Verwaltungsgericht Einspruch eingelegt. Sein Anwalt Michael Lehner rechnet mit einem Verfahren, das sich noch über Monate hinzieht.

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Schumacher: "Ein falsches Spiel"

Der Klassiker-Spezialist Schumacher wirft AFLD-Präsident Pierre Bodry ein falsches Spiel vor. "Zuerst hält mich dieser Mensch seit Wochen hin, dann spielt er in dem Verfahren gegen mich zugleich den Hauptankläger und den Richter", sagte Schumacher: "Er sagte, es habe im Sommer Unstimmigkeiten mit meinem Blut gegeben und ich sei darüber informiert worden. Und er behauptet, ich hätte auf die Öffnung der B-Probe verzichtet. Beides ist nachweislich falsch."

B-Probe bleibt vorerst verschlossen

Fakt ist jedoch, dass Schumacher die B-Probe bisher nicht öffnen ließ. Er habe nach eigenen Worten eine Fristverlängerung bei der AFLD beantragt. "Die B-Probe ist mein letztes Rechtsmittel. Bevor ich dieses ausschöpfe, will ich wissen, was mit meiner A-Probe passiert ist", sagte der 27-Jährige. Er unterstellt der AFLD, mit der A-Probe gepfuscht und diese entsiegelt zwischen Paris und dem Test-Labor in Lausanne hin- und hergefahren zu haben.

Verdacht fährt schon lange mit

Schumacher hatte schon vor der Tour 2008 für Doping-Schlagzeilen gesorgt. 2005 war er positiv auf den stimulierenden Wirkstoff Cathin getestet worden, konnte jedoch eine Ausnahmegenehmigung vorweisen. Wenige Tage vor der WM 2007 wies eine Blutprobe Schumachers einen Hämatokritwert von 50,5 Prozent auf - ein Wert über 50 kann, muss aber kein Hinweis auf Doping sein. Schumacher erklärte den Test mit einer Durchfallerkrankung, durfte starten und gewann Bronze.

Aufputschmittel bei Autounfall

Einen Monat später baute der Rad-Schumi einen Autounfall, in der von der Polizei genommenen Blutprobe fanden sich Spuren von Amphetaminen. Konsequenzen gab es nicht. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) legte den Fall nach eingehender Prüfung zu den Akten.


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