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Radsport: Marcel Wüst nennt Armstrong einen "Meister des Bluffs"

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Radsport  

Wüst: "Armstrong ist auch ein Meister des Bluffs"

31.03.2009, 09:54 Uhr | Von Björn Lücker, t-online.de

Marcel Wüst wäre nicht überrascht, wenn Armstrongs Schlüsselbein gar nicht gebrochen ist. (Foto: imago)Marcel Wüst wäre nicht überrascht, wenn Armstrongs Schlüsselbein gar nicht gebrochen ist. (Foto: imago) Nur wenige Tage nach seiner Schlüsselbein-Operation tritt Lance Armstrong schon wieder auf dem Hometrainer in die Pedale. Geht alles mit rechten Dingen zu oder blufft der Amerikaner? Marcel Wüst wäre nicht überrascht, wenn der Tour-Rekordsieger seine Konkurrenz wieder einmal austrickst.

"Armstrong ist auch ein Meister des Bluffs. Man denke nur an die Etappe nach Alpe d’Huez, als alle dachten: Jan Ullrich fährt den Armstrong platt. Aber Lance ging es gar nicht schlecht“, sagte der ehemalige Sprint-Star im Gespräch mit t-online.de.

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"Bei Lance ist alles möglich"

Es sei allerdings unwahrscheinlich, dass Armstrongs Schlüsselbein nicht gebrochen ist. "Aber bei Lance ist alles möglich. Wahrscheinlich würde man es aber nicht erfahren. Grundsätzlich glaube ich natürlich auch, dass sein Schlüsselbein kaputt ist.“
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Armstrong hat unbändigen Willen

Lance Armstrong im Trikot von Astana (Foto: imago)Lance Armstrong im Trikot von Astana (Foto: imago) Wüst, der sich vor gut zehn Jahren ebenfalls das Schlüsselbein mehrfach brach und daraufhin nicht bei der Tour de France starten konnte, ist skeptisch, dass Armstrong bis zum Giro d’Italia rechtzeitig fit wird. "Die Schmerzen seien "höllisch", so der 41-Jährige. "Aber Lance verfügt über einen unbändigeren Willen, als jeder andere Sportler, den ich kennen gelernt habe. Und das macht vielleicht den Unterschied."

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Angst ein weiteres Problem

Armstrong könne zwar auch mit der Stahlplatte fahren, die den vierfachen Bruch des Texaners am Schlüsselbein fixiert. "Aber man kann nicht richtig am Lenker ziehen und sich kaum abstützen. Jeder Schlag tut höllisch weh“, sagte der Kölner, der auch noch andere Probleme anspricht, die auf Armstrong zukommen könnten. "Plötzlich ist nichts mehr selbstverständlich. Man bekommt einen großen Respekt vor der unkontrollierten Masse Fahrerfeld. Da wird man richtig vorsichtig und sogar ängstlich."

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"Jedem Krebspatient macht er Hoffung ohne Ende"

Grundsätzlich begrüßt Wüst das Comeback Armstrongs. Er wolle nicht die Tour gewinnen, sondern nur seiner unbändigen Leidenschaft nachgehen, Radrennen zu fahren und einem Teamkollegen helfen, im Sommer in Frankreich zu gewinnen. "Es gibt viele Leute, die glauben ihm die Ziele mit seiner Krebsstiftung nicht. Ich glaube da sehr dran“, erklärte Wüst: "Lance ist ein hochprofessioneller Sportler und wurde, vor allem in den Zeiten als Widersacher von Jan Ullrich, in Deutschland oft verkannt. Jedem Krebspatient macht er Hoffung ohne Ende. Und das ist doch das, was zählt."

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