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Radsport  

Haussler entscheidet sich für Australien

06.04.2009, 18:21 Uhr | dpa

Künftig für Australien am Start: Radprofi Haussler. (Foto: imago)Künftig für Australien am Start: Radprofi Haussler. (Foto: imago) Radprofi Heinrich Haussler seine Rennen in Zukunft für Australien fahren. "Ich möchte ab 2010 für die Nationalmannschaft von Australien starten", erklärte der 25-Jährige in Belgien, wo er sich auf den Klassiker Paris - Roubaix vorbereitet.

"Meine Entscheidung ist definitiv." Haussler, der im australischen Inverell geboren wurde und mit 14 Jahren nach Cottbus kam, um Radprofi zu werden, besitzt die deutsche und australische Staatsbürgerschaft. "Ich habe gemerkt, dass ich mehr Australier als Deutscher bin", begründete der Sprintspezialist des Cérvelo-Teams seinen Schritt.

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"Momentan geht kein Weg an ihm vorbei"

In den Jahren 2002, 2003 und 2004 hatte Haussler bereits für Deutschland im U23-Bereich an Weltmeisterschaften teilgenommen. Danach fand er allerdings keine Berücksichtigung mehr. "Vom jetzigen Standpunkt aus gesehen wäre er in diesem Jahr sicherlich für Deutschland dabei", räumte Udo Sprenger, Vize-Präsident Vertragssport im Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ein. Die WM findet vom 23. bis 27. September in Mendrisio in der Schweiz statt. "Haussler ist momentan der schnellste Sprinter, den wir haben. Allerdings ist der WM-Kurs sehr, sehr schwer. Trotzdem geht momentan kein Weg an ihm vorbei", erklärte Sprenger weiter.

Zweiter der aktuellen Weltrangliste

Haussler, der nach vier Jahren in Diensten des Teams Gerolsteiner seit Anfang 2009 für zwei Jahre beim Schweizer Cérvelo-Rennstall von Tour-Sieger Carlos Sastre unter Vertrag steht, hat in dieser Saison bereits drei Siege eingefahren. Bei den Frühjahrs-Klassikern Mailand - San Remo und am Sonntag bei der Flandern-Rundfahrt schrammte er zudem als Zweiter jeweils knapp am Sieg vorbei. "Die Saison ist bisher absolut perfekt gelaufen", sagte Haussler. In der aktuellen Weltrangliste des Weltverbandes UCI kletterte er vom sechsten auf den zweiten Platz.

Herkunft lässt sich nicht leugnen

"Heinrich ist ein Rennfahrer mit Riesenpotenzial und hat in dieser Saison zwei Schritte nach vorn gemacht", lobte Jens Zemke, Sportlicher Leiter bei Cérvelo. "Alles, was jetzt noch kommt, ist Feinschliff." Zum angekündigten Wechsel des Nationalteams sagte Zemke: "Als Deutscher würde ich diesen Schritt von Heinrich natürlich bedauern. Aber es lässt sich nun mal nicht leugnen: Heinrich ist eben Halb-Australier."

Müller startet für Österreich

Vor Haussler hatte zuletzt bereits der Berliner Andreas Müller dem BDR in Richtung Österreich verlassen. Bei der Bahnrad-WM Ende März im polnischen Pruszkow gewann der 29-jährige Müller die Bronzemedaille im Scratch-Wettbewerb.

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