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Armstrong verstößt gegen Anti-Doping-Regelung

09.04.2009, 15:50 Uhr | dpa

Lance Armstrong ist verspätet zu einer Doping-Kontrolle erschienen. (Foto: imago)Lance Armstrong ist verspätet zu einer Doping-Kontrolle erschienen. (Foto: imago) Nach Auffassung der Französischen Anti-Doping- Agentur AFLD hat Radprofi Lance Armstrong bei einem am 17. März in Südfrankreich vorgenommenen Test wegen mangelnder Kooperation gegen das Reglement verstoßen. Der siebenfache Gewinner der Tour de France hatte den von der AFLD beauftragten Arzt in Beaulieu-sur-mer 20 Minuten warten lassen, bevor er einen Urin-, Blut- und Haar-Test gestattete.

Obwohl die genommenen Proben keine Auffälligkeiten aufwiesen, wäre die AFLD sanktionsberechtigt, wie sie nach Rücksprache mit dem Weltverband UCI erklärte. Ob Armstrong wegen Behinderung der Kontroll-Prozedur bestraft würde, ließ die AFLD offen.

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Test in "freundlicher Atmosphäre"

In einer Stellungnahme hatte Armstrong die Verzögerung mit eigenem Klärungsbedarf begründet. Er habe erst bei seinem Astana-Teamchef Johan Bruyneel und beim Weltverband UCI telefonisch klären müssen, ob die Kontrolle autorisiert sei. Danach habe der Test in "freundlicher Atmosphäre" stattgefunden, wie Armstrong mitteilte. Der Kontrolleur habe Armstrong nach der Rückkehr vom Training duschen lassen, während Mitarbeiter des Radprofis dessen Identität geprüft hätten.

Schon zwei Dutzend Kontrollen

Nach dem unangemeldeten AFLD-Besuch hatte sich der Texaner via Twitter beschwert, dass dies bereits die 24. unangemeldete Kontrolle gewesen sei, seit er im vergangenen Oktober sein Comeback bekanntgegeben habe.

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Armstrong lehnt zweite Probe ab

Die AFLD hat Armstrong, der im Juli bei der Tour de France an den Start gehen will, seit langem im Visier. Sie hatte ihn aufgefordert, eingefrorene Urin-Proben aus dem Jahr 1999 ein zweites Mal analysieren zu lassen. Armstrong lehnte ab und erhielt Rückendeckung von der UCI.

Neues Gremium bei Tour de France

2005 hatte eine unmittelbar nach dem Tour-Ende vorgenommene Analyse in sechs Proben Armstrongs EPO nachgewiesen. Das blieb aber ohne juristische oder sportrechtliche Konsequenzen, weil eine laut Reglement notwendige B-Probe nicht vorlag. Im Gegensatz zum Vorjahr werden die Doping-Kontrollen bei der Frankreich-Rundfahrt im Juli nicht mehr unter AFLD-, sondern wieder unter UCI-Regie stehen.

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