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Lance Armstrong droht der Ausschluss bei der Tour de France

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Armstrong: "Tour-Ausschluss wahrscheinlich"

11.04.2009, 10:10 Uhr | sid

Lance Armstrong - doch kein Comeback bei der Tour?Lance Armstrong - doch kein Comeback bei der Tour? Dem siebenmaligen Tour-Sieger Lance Armstrong droht möglicherweise der Ausschluss von der Tour de France 2009. "Es besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie mir verbieten werden, die Tour zu fahren", sagte der 37-Jährige in einem Video, das auf der Homepage seiner Stiftung gegen Krebs veröffentlicht wurde.

Dem US-Amerikaner, der eigentlich sein Comeback bei der Frankreich-Rundfahrt geben wollte, könnte ein verzögerter Dopingtest zum Verhängnis werden. Dieser ist nach Angaben der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD offiziell als Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln eingestuft worden. Armstrong fürchtet nun den Ausschluss von der Großen Schleife, die er von 1999 bis 2005 sieben Mal in Serie gewann. Anschließend hatte Armstrong seinen Rücktritt erklärt.

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"Wir müssen abwarten"

"Es ist einfach schade", sagte der einstige Seriensieger weiter: "Ich liebe die Tour und ich wollte sie unbedingt fahren. Wollte entweder gewinnen oder Alberto Contador oder Levi Leipheimer zum Sieg verhelfen. Nun müssen wir abwarten." Die Teilnahme sei für ihn aus zwei Gründen wichtig gewesen: "Ich habe eine große Leidenschaft fürs Radfahren, aber eine noch größere für den weltweiten Kampf gegen Krebs. Ich wollte diese Geschichte in Frankreich erzählen, aber wenn ich nicht darf, dann darf ich eben nicht. Es ist ihr Land, ihr Ereignis und es sind ihre Regeln. Und ich habe mich denen zu unterwerfen."

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McQuaid stellt sich hinter Armstrong

Massive Rückendeckung hat Armstrong vom Weltverbands-Chef Pat McQuaid erhalten. Der UCI-Präsident kritisierte das Vorgehen der AFLD scharf. "Die Franzosen haben in dieser Angelegenheit nicht sehr professionell gearbeitet', sagte der Ire in einem BBC-Interview.

Regel nicht respektiert

Der bereits seit Montag bekannte Vorfall hatte sich bei einer unangemeldeten Kontrolle in Südfrankreich ereignet. Dabei habe Armstrong die Regel nicht respektiert, wonach er bei einem Test unter direkter und ständiger Überwachung durch den Kontrolleur stehen müsse, teilte die AFLD mit.

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Kontrolleur war nicht bekannt

Bei der Kontrolle am 17. März in Saint-Jean-Cap-Ferrat wurden Armstrong Urin-, Blut- und Haarproben entnommen. Dabei wurden keine verbotenen Substanzen gefunden. Allerdings war es zu einer 20-minütigen Verzögerung gekommen, weil Armstrong zunächst duschen gegangen war. Währenddessen ermittelte sein Astana-Teamchef Johan Bruyneel die offizielle Befugnis des unbekannten Kontrolleurs. Erst danach stellte sich Armstrong der Kontrolle. Die AFLD hatte daraufhin Beschwerde beim Radsport-Weltverband UCI sowie bei der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) eingelegt.

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"Diverse Gestalten hingen vor unserem Haus herum"

Den Vorfall beschrieb Lance Armstrong aus seiner Sicht als Sicherheitsmaßnahme: "Ich kam von einem langen Trainingstag in Südfrankreich zurück und fand einen Mann, der mich vor dem Haus verfolgte. Er hielt mich an und sagte mir, dass er von einem französischen Labor käme, um mich zu testen." Armstrong erklärte, vorher nie von einem solchen Vorgehen der französischen Behörden gehört zu haben. Bruyneel ergänzte: "Ich habe den Kontrolleur gebeten, kurz zu warten. Vor ein paar Tagen hingen diverse Gestalten vor unserem Haus herum, deshalb habe ich Anne Gripper als Anti-Doping-Beauftragte der UCI angerufen. Sie versicherte mir, dass alles in Ordnung sei, und wir ließen die Leute herein."

McQuaid: "Das passiert nur in Frankreich"

McQuaid bestätigte diese Version. Gleichzeitig zeigte er sich verwundert und verärgert über die Entnahme einer Haarprobe bei Armstrong ("Das passiert nur in Frankreich") sowie die Vorgehensweise der Franzosen. "Sie haben den Test vorgenommen und alles gleich an die Presse weitergegeben. Normalerweise arbeiten die nationalen Anti-Doping-Behörden mit dem Weltverband und der Anti-Doping-Weltagentur in professioneller Weise zusammen und geben erst Einzelheiten bekannt, wenn Entscheidungen gefällt oder Sanktionen beschlossen wurden", sagte der Ire.

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